Orts­um­fah­rung: Ge­mein­de er­zielt mit zwei Klä­gern ei­ne Ei­ni­gung

Ge­sprä­che mit dem drit­tem Klä­ger lau­fen. In Müns­ter­hau­sen wächst der­weil die Hoff­nung auf ei­nen Bau­be­ginn im nächs­ten Früh­jahr

Mittelschwaebische Nachrichten - - Landkreis - VON MO­NI­KA LEO­POLD-MIL­LER

Müns­ter­hau­sen We­gen drei lau­fen­den Kla­gen muss­ten die Plä­ne zum Bau der Orts­um­fah­rung von Müns­ter­hau­sen vor­erst auf Eis ge­legt wer­den. Jetzt sei er „er­leich­tert und froh“, dass zwei der drei Klä­ger ih­re Kla­ge zu­rück­ge­zo­gen ha­ben, sagt Müns­ter­hau­sens Bür­ger­meis­ter Ro­bert Har­tin­ger. Mit dem drit­ten Klä­ger, Karl Alt (er sitzt auch im Markt­ge­mein­de­rat), sei man im Ge­spräch, ha­be aber bis­her noch kei­ne Ei­ni­gung er­zie­len kön­nen.

Im April hat­te vor dem Augs­bur­ger Ver­wal­tungs­ge­richt ei­ne Ver­hand­lung zwi­schen den drei Klä­gern und der Markt­ge­mein­de Müns­ter­hau­sen statt­ge­fun­den. Da­bei wur­den die Kla­gen zwar ab­ge­wie­sen, je­doch konn­ten die Klä­ger Be­ru­fung ein­le­gen, was sie zu­nächst auch vor- Die bei­den Klä­ger Bru­no Gei­ger und Le­on­hard Atz­kern ha­ben jetzt von ei­nem Gang in die Be­ru­fung ab­ge­se­hen und sich au­ßer­ge­richt­lich mit der Markt­ge­mein­de ge­ei­nigt. Mit Karl Alt lau­fen die Ge­sprä­che wei­ter.

Karl Alt be­tont, dass er nach wie vor für Ver­hand­lun­gen of­fen sei. Er for­de­re von der Markt­ge­mein­de ent­we­der die Kos­ten­über­nah­me für ei­nen mo­bi­len Hoch­was­ser­schutz, um sei­ne land­wirt­schaft­li­che La­ger­hal­le, die rund 150 Me­ter west­lich der ge­plan­ten Orts­um­fah­rung liegt, zu schüt­zen oder ei­ne un­be­grenz­te Zu­sa­ge, dass die Markt­ge­mein­de die Kos­ten über­nimmt, wenn es zu ei­nem Hoch­was­ser­scha­den an sei­ner Hal­le kom­me. Da­zu sei die Markt­ge­mein­de bis­her nicht be­reit ge­we­sen, so Alt.

Das Was­ser­wirt­schaft­amt Do- nau­wörth sieht auf­grund des über­ört­li­chen Hoch­was­ser­schut­zes für die be­tref­fen­de Ma­schi­nen­hal­le kei­ne Über­schwem­mungs­ge­fahr mehr durch Hoch­was­ser. In ei­nem frü­he­ren Ge­spräch hat Ul­rich Kost von der Krum­ba­cher Ser­vice­stel­le des Was­ser­wirt­schafts­am­tes Do­nau­wörth be­tont, dass mit der Um­set­zung des ge­plan­ten Hoch­was­ser­schut­zes in Thann­hau­sen der Markt Müns­ter­hau­sen kein Hoch­was­ser mehr be­kom­me und auch kei­nen Hoch­was­ser­schutz mehr be­nö­ti­ge. Auch die ge­plan­te Orts­um­fah­rung lie­ge dann weit­ge­hend nicht mehr im Über­schwem­mungs­ge­biet. Karl Alt ist der Mei­nung, dass auf­grund des­sen die Markt­ge­mein­de ei­ne un­be­fris­te­te Zu­sa­ge zur Kos­ten­über­nah­me ge­ben könn­te – falls es doch zu ei­nem Scha­den an sei­ner Hal­le kom­men soll­te. In zahl­rei­chen Ge­hat­ten. sprä­chen ha­ben sich zwei­ter Bür­ger­meis­ter Er­win Hai­der und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der des Neu­tra­len Bür­ger­blocks so­wie Man­fred Alt, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der CSU/ FWG, mit den Klä­gern be­ra­ten. Mit den Klä­gern Gei­ger und Atz­kern ha­be die Markt­ge­mein­de ver­ein­bart, ei­nen Teil der An­walts- und Ge­richts­kos­ten zu über­neh­men. Die­ses An­ge­bot ha­be man auch Karl Alt un­ter­brei­tet, sagt Bür­ger­meis­ter Har­tin­ger.

Soll­te es nun auch mit Alt zu ei­ner Ei­ni­gung kom­men, könn­ten über die Win­ter­mo­na­te die Pla­nun­gen und Aus­schrei­bun­gen lau­fen und die För­der­zu­sa­gen müss­ten noch ab­ge­war­tet wer­den. Vor­sich­tig ge­schätzt, sagt Har­tin­ger, könn­te es dann even­tu­ell im Früh­jahr 2017 mit dem Bau der Orts­um­fah­rung los­ge­hen.

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