„Tö­te sie al­le“

Ter­ror Wie die IS-Mi­liz Flücht­lin­ge zu An­schlä­gen in Bay­ern an­stif­te­te

Mittelschwaebische Nachrichten - - Erste Seite -

Würz­burg Han­del­ten die At­ten­tä­ter von Würz­burg und Ans­bach auf ei­ge­ne Faust oder wur­den sie von der Ter­ror­mi­liz Is­la­mi­scher Staat ge­zielt für die An­schlä­ge ein­ge­setzt? Die­se Fra­ge scheint nun be­ant­wor­tet. Die Süd­deut­sche Zei­tung ver­öf­fent­lich­te die Han­dy-Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen den jun­gen Män­nern und mut­maß­li­chen IS-Leu­ten. Bis kurz vor den Ta­ten hiel­ten die At­ten­tä­ter Kon­takt und be­ka­men auch kon­kre­te An­wei­sun­gen.

„Tö­te sie al­le auf ei­ner gro­ßen Flä­che, dass sie am Bo­den lie­gen“, schrieb der Chat-Part­ner dem Sy­rer, der Ta­ge spä­ter in der Nä­he ei­nes Mu­sik­fes­ti­vals in Ans­bach ei­nen Spreng­satz zün­de­te. Selbst di­rekt vor dem Selbst­mord­an­schlag er­hielt der Mann noch In­struk­tio­nen wie „Such dir ei­nen Platz und tauch in die Men­ge ein“. Ähn­li­che Un­ter­hal­tun­gen führ­te auch der Würz­bur­ger Axt-At­ten­tä­ter. Nach den An­schlä­gen durch die bei­den Flücht­lin­ge war die Kri­tik an der Asyl­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung noch lau­ter ge­wor­den. An­ge­la Mer­kel räum­te nun ein, es sei seit ei­ni­gen Mo­na­ten be­kannt, dass Flücht­lin­ge teils vom IS ge­steu­ert wür­den. Da­ne­ben ge­be es auch Ge­fähr­der, die aus Sy­ri­en nach Deutsch­land zu­rück­keh­ren. An­ge­sichts der Fest­nah­me drei­er Ter­ror­ver­däch­ti­ger in Schles­wig-Hol­stein setzt die Kanz­le­rin wei­ter auf ho­he Auf­merk­sam­keit der Si­cher­heits­be­hör­den. (AZ)

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