Un­ge­rech­te Be­steue­rung

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zu „Junckers Abrech­nung“(Po­li­tik) vom 15. Sep­tem­ber: Herr Juncker be­klagt, dass die eu­ro­päi­schen Mit­glied­staa­ten zu oft ih­re ei­ge­nen na­tio­na­len In­ter­es­sen ver­fol­gen. Man den­ke nur an die un­ge­rech­te Be­steue­rung von Kon­zer­nen in­ner­halb Eu­ro­pas. Lu­xem­burg und Ir­land sind die Haupt­pro­fi­teu­re die­ser Fehl­ent­wick­lung. Brüs­sel hat es in 25 Jah­ren nicht er­reicht, ein­heit­li­che Steu­er­re­ge­lun­gen in Eu­ro­pa zu schaf­fen. Ein Herr Juncker war es auch, der dies mit ver­hin­der­te. Es wä­re ei­gent­lich die Vor­aus­set­zung für ein ver­ei­nig­tes Eu­ro­pa ge­we­sen. Steu­ern soll­ten in dem Land be­zahlt wer­den, in dem das Geld ver­dient wird. Wir le­ben in ei­nem Eu­ro­pa, in dem die Rei­chen ganz le­gal kei­ne Steu­ern be­zah­len. Dies hat Herr Juncker in sei­ner Grund­satz­re­de ver­ges­sen. Die EU wä­re in ei­ner bes­se­ren Ver­fas­sung, wä­re da nicht auf der ei­nen Sei­te der glä­ser­ne Bür­ger und auf der an­de­ren Sei­te das Groß­ka­pi­tal, das von Brüs­sels Un­tä­tig­keit pro­fi­tiert. Jo­sef Hölz­le, Augs­burg

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