Die Af­fen

Mittelschwaebische Nachrichten - - Feuilleton -

Der Bau­er sprach zu sei­nem Jun­gen: Heut in der Stadt da wirst du gaf­fen. Wir fah­ren hin und seh’n die Af­fen. Es ist ge­lun­gen

Und um sich schief zu la­chen, Was die für Strei­che ma­chen Und für Ge­sich­ter Wie rech­te Bö­se­wich­ter.

Sie krau­en sich, Sie zau­sen sich, Sie hau­en sich, Sie lau­sen sich,

Be­schnup­pern dies, be­knup­pern das, Und kei­ner gönnt dem an­dern was, Und es­sen tun sie mit der Hand, Und al­les tun sie mit Ver­stand, Und je­der stiehlt als wie ein Ra­be. Pass auf, das siehst du heu­te. O Va­ter, rief der Kn­a­be, Sind Af­fen denn auch Leu­te?

Der Va­ter sprach: Nun ja, Nicht ganz, doch so bei­nah.

Wil­helm Busch (1832 - 1908)

Hier ist ganz viel Platz, da­mit du et­was zu dem Ge­dicht ma­len kannst.

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