Die Ge­set­zes­la­ge in Bel­gi­en

Mittelschwaebische Nachrichten - - Panorama -

Von ak­ti­ver Ster­be­hil­fe spricht man, wenn ein Arzt ei­nen schwer kran­ken Pa­ti­en­ten auf des­sen aus­drück­li­chen Wunsch hin tö­tet. In Bel­gi­en ist dies bei Er­wach­se­nen seit 2002 er­laubt, an­ders als in fast al­len an­de­ren Län­dern der Welt. Nur in den Nie­der­lan­den, in Lu­xem­burg und in Ko­lum­bi­en ist ak­ti­ve Ster­be­hil­fe eben­falls le­gal.

Wer be­an­tragt in Bel­gi­en Ster­be­hil­fe? In der Mehr­zahl der Fäl­le sind die Be­trof­fe­nen äl­ter als 70 Jah­re und lei­den un­heil­bar an Krebs. Seit ei­ner Ge­set­zes­än­de­rung 2014 dür­fen nicht nur Er­wach­se­ne, son­dern auch Min­der­jäh­ri­ge oh­ne Al­ters­be­schrän­kung um Ster­be­hil­fe bit­ten – die El­tern müs­sen aber ihr Ein­ver­ständ­nis ge­ben. In je­dem Fall muss der be­han­deln­de Arzt ei­nen Fach­kol­le­gen um Rat bit­ten. Bei chro­ni­schen, aber nicht töd­li­chen Krank­hei­ten muss ein zwei­ter Arzt hin­zu­ge­zo­gen wer­den, bei Min­der­jäh­ri­gen au­ßer­dem ein Kin­de­r­und Ju­gend­psych­ia­ter. (dpa)

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