Kri­tik an Erb­schaft­steu­er-Kom­pro­miss

Re­gio­na­le Wirtschaft warnt vor Be­las­tung für Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men

Mittelschwaebische Nachrichten - - Erste Seite - VON MICHA­EL KERLER

Augs­burg Der Kom­pro­miss zur Erb­schaft­steu­er stößt in der baye­ri­schen Wirtschaft auf Kri­tik. Bund und Län­der hat­ten sich in der Nacht auf Don­ners­tag auf ei­ne Re­form ge­ei­nigt. Die meis­ten Fir­mener­ben blei­ben zwar wei­ter­hin ver­schont, wenn sie den Be­trieb fort­füh­ren und Ar­beits­plät­ze si­chern. Die Re­geln da­für wer­den aber stren­ger ge­fasst, für gro­ße Be­trie­be wird Steu­er fäl­lig.

„Un­ter­neh­men ha­ben end­lich wie­der ei­ne ge­wis­se Pla­nungs­si­cher­heit bei Nach­fol­ge­re­ge­lun­gen“, sag­te da­zu Ber­tram Bros­sardt, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirtschaft. Der Kom­pro­miss sei aber „nur in Tei­len trag­fä­hig“, kri­ti­sier­te er. Es ge­be Zu­satz­be­las­tun­gen, die Ge­ne­ra­tio­nen­über­gän­ge in Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men er­schwe­ren. Bros­sardt warn­te vor Un­stim­mig­kei­ten und Rechts­un­si­cher­heit: „Not­wen­di­ge Kor­rek­tu- ren wer­den nicht lan­ge auf sich war­ten las­sen.“Auch die In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer Schwa­ben be­grüßt es zwar, dass die für den Wirt­schafts­stand­ort Schwa­ben be­deu­ten­den Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men jetzt Rechts­si­cher­heit für In­ves­ti­tio­nen und Ein­stel­lun­gen hät­ten. Haupt­ge­schäfts­füh­rer Pe­ter Saal­frank warn­te aber vor Be­las­tun­gen: „Die Über­ga­be auf die nächs­te Ge­ne­ra­ti­on wird für vie­le Un­ter­neh­men teu­rer.“»Kommentar, Wirtschaft

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