Auf die Gu­ten ge­setzt?

Mittelschwaebische Nachrichten - - Politik -

Die Er­fol­ge im Kampf ge­gen die Ter­ror­mi­liz Is­la­mi­scher Staat im Irak sind un­über­seh­bar. Die ver­bre­che­ri­sche Sol­da­tes­ka, die bes­tia­li­sche Mor­de be­geht und die Be­völ­ke­rung grau­sam un­ter­drückt, ist aus vie­len Städ­ten ver­trie­ben wor­den. Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ur­su­la von der Ley­en und die Bun­des­wehr dür­fen ei­nen klei­nen Teil die­ses Er­folgs für sich ver­bu­chen: Mit Waf­fen­lie­fe­run­gen und der Aus­bil­dung kur­di­scher Pe­schmer­ga-Kämp­fer ha­ben sie ei­nen Bei­trag zur Be­frei­ung wei­ter Land­stri­che ge­leis­tet.

Die Mi­nis­te­rin hat recht, wenn sie an die­sem Kurs fest­hält und mit kal­ku­lier­tem Ri­si­ko das deut­sche En­ga­ge­ment ef­fek­ti­ver macht. Die Ver­trei­bung des IS auch aus der Mil­lio­nen­stadt Mos­sul ist zwin­gend. Sonst kann der Alb­traum nicht zu En­de ge­hen.

Hof­fent­lich hat Von der Ley­en wirk­lich auf die Gu­ten ge­setzt und mit deut­schen Waf­fen wird kein Un­heil an­ge­rich­tet. Ein Res­t­ri­si­ko bleibt: Im fra­gi­len Irak ist auch nach ei­nem Sieg über den IS die Gefahr ei­nes Bür­ger­krie­ges nicht ge­bannt.

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