Alep­po und die Bar­ba­rei

Mittelschwaebische Nachrichten - - Erste Seite - VON WINFRIED ZÜFLE w.z@augs­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Die ame­ri­ka­ni­sche UN-Bot­schaf­te­rin hat Russ­land „Bar­ba­rei“vor­ge­wor­fen, weil es den Bom­ben­ha­gel der sy­ri­schen Luft­waf­fe auf Alep­po nicht ver­hin­dert. Der Vor­wurf ist be­rech­tigt. An­grif­fe auf die Zi­vil­be­völ­ke­rung sind ver­bre­che­risch.

Doch wie kön­nen die Waf­fen zum Schwei­gen ge­bracht wer­den? Es gibt im Prin­zip zwei Mög­lich­kei­ten. Ent­we­der: Das Re­gime des Ba­schar al-As­sad be­en­det von sich aus die bar­ba­ri­schen Luft­an­grif­fe auf den Ost­teil Alep­pos, der sich in Re­bel­len­hand be­fin­det. Da­mas­kus da­von zu über­zeu­gen, ist Auf­ga­be der Rus­sen.

Oder: Die ge­mä­ßig­ten Re­bel­len sa­gen sich von je­nen ter­ro­ris­ti­schen Grup­pen los, die laut der letz­ten Waf­fen­still­stands­ver­ein­ba­rung zwi­schen den USA und Russ­land wei­ter le­gi­ti­mes Ziel von An­grif­fen sind. Wä­ren die­se Bar­ba­ren iso­liert, wür­de das Bom­bar­de­ment Alep­pos wohl en­den. Die ge­mä­ßig­ten Re­bel­len da­von zu über­zeu­gen ist Auf­ga­be der USA.

Am bes­ten wä­re, bei­des trä­te ein. Für ei­nen neu­en Waf­fen­still­stand ist ei­ne Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Wa­shing­ton und Moskau un­ver­zicht­bar. Bei­de müs­sen ih­re Ver­bün­de­ten in Sy­ri­en an die Kan­da­re neh­men.

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