Show­büh­ne für An­ge­ber

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zu „Die Ge­richts-Show des Prot­zP­rin­zen“(Bay­ern) vom 23. Sep­tem­ber: Ich fra­ge mich schon, war­um un­se­re hoch­ge­lob­te Pres­se ei­nem sol­chen An­ge­ber und Auf­schnei­der so ei­ne Show­büh­ne bie­tet. Nur da­durch kann er sei­ne so­ge­nann­te „Ge­richtsShow“doch erst auf­zie­hen.

Hut ab vor dem Jus­tiz­wacht­meis­ter, we­nigs­tens der hat sich ge­gen den „Protz“durch­ge­setzt und mit der Ab­schlep­pung des Roll­sRoy­ce ge­droht. „Dann ließ er erst ein­mal das Ge­richt war­ten“, ja geht’s noch? Je­der nor­ma­le Bür­ger muss ein­deu­tig nach­wei­sen, war­um er zu spät zum Ter­min er­schie­nen ist, sonst droht ihm ein meist nicht un­er­heb­li­ches Ord­nungs­geld.

Ei­ne drei­vier­tel Sei­te ist es Ih­nen wert, über den Herrn zu be­rich­ten. Und na­tür­lich ein gro­ßes Bild mit ei­nem breit in die Ka­me­ra grin­sen­den „Möch­te­gern-Prin­zen“. Je­der an­de­re An­ge­klag­te wird in ei­nem Be­richt über sei­nen Pro­zess ver­pi­xelt. Nicht aber die­ser Auf­schnei­der, der sich an­schei­nend mit der Pres­se und dem Ge­richt al­les er­lau­ben kann. Hans Werner Fel­kel, Tapf­heim

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