Politik oh­ne Volk

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zum Leit­ar­ti­kel „Auf die Be­gren­zung der Zu­wan­de­rung kommt es an“von Wal­ter Rol­ler vom 24. Sep­tem­ber: Der sonst so tref­fen­den po­li­ti­schen Ana­ly­se von Herrn Wal­ter Rol­ler kann ich nur teil­wei­se zu­stim­men, denn das ei­gent­li­che Pro­blem ist Frau Mer­kel selbst, samt ih­rer un­ter­wür­fi­gen Füh­rungs­eli­te in der CDU. Die Kanz­le­rin hat sich mit ih­rem Ja­sa­ger-Klub selbst ab­ge­schafft. See­ho­fer hin­ge­gen braucht sich bei den Land­tags­wah­len 2018 um die ab­so­lu­te Mehr­heit in Bay­ern kei­ne Sor­gen zu ma­chen. Aber bei der Bun­des­tags­wahl, „mit Frau Mer­kel als Kanz­ler­kan­di­da­tin“, wer­den auch vie­le CSU-Stamm­wäh­ler an­de­re Par­tei­en wäh­len.

Herr Wal­ter Rol­ler hat recht, dass der Zer­fall der Volks­par­tei­en nicht nur mit der Flücht­lings­po­li­tik er­folgt, das war nur der Aus­lö­ser, die teil­wei­se ge­set­zes­wid­ri­gen Ent­schei­dun­gen von Frau Mer­kel hat das Volk nicht ak­zep­tiert.

Zu oft hat sie ver­sucht, die Bür­ger mit ge­schickt kon­stru­ier­ten Schein­rea­li­tä­ten auf ih­ren Weg zu len­ken. Was der Kanz­le­rin bei ih­rem Al­lein­gang zum Atom­aus­stieg und bei der Eu­ro-Ret­tung noch ge­lang, wird ihr in der Flücht­lings­kri­se zum Ver­häng­nis. Die deut­sche Re­gie­rungs­che­fin scheint be­wei­sen zu wol­len, dass Politik auch oh­ne Volk funk­tio­niert. Hans Pausch, Die­dorf

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