Jet von rus­si­scher Ra­ke­te ab­ge­schos­sen

Kom­mis­si­on gibt Mos­kau die Schuld an Ab­sturz in Ukrai­ne

Mittelschwaebische Nachrichten - - Erste Seite -

Ut­recht Den Ver­dacht ge­gen Mos­kau gab es von An­fang an, straf­recht­li­che Er­mitt­lun­gen ei­ner in­ter­na­tio­na­len Un­ter­su­chungs­kom­mis­si­on ha­ben ihn nun er­här­tet: Ein ma­lay­si­scher Pas­sa­gier­jet vom Typ Bo­eing 777 mit 298 Men­schen an Bord soll im Ju­li 2014 von ei­ner rus­si­schen Ra­ke­te über der Ost­ukrai­ne ab­ge­schos­sen wor­den sein, die Ab­schuss­ram­pe ha­be auf dem Ge­biet pro­rus­si­scher Re­bel­len ge­stan­den. Flug MH17 war auf dem Weg von Ams­ter­dam nach Kua­la Lum­pur aus gro­ßer Hö­he ab­ge­stürzt.

Die Kom­mis­si­on leg­te im nie­der­län­di­schen Nieu­we­gein bei Ut­recht ih­ren Be­richt vor. Er be­las­tet nun Russ­land und die Re­bel­len: Die Buk-Ra­ke­te sei aus Russ­land in die Ukrai­ne ge­bracht und der Ra­ke­ten­wer­fer nach dem Ab­schuss wie­der „zu­rück nach Russ­land“trans­por­tiert wor­den, sag­te ei­ner der lei­ten­den Er­mitt­ler. Die­se hat­ten die Rou­te des Waf­fen­trans­ports an­hand von Fo­tos, Vi­de­os und Au­gen­zeu­gen­be­rich­ten re­kon­stru­iert.

Das Aus­wär­ti­ge Amt in Ber­lin hält die Er­geb­nis­se der Un­ter­su­chung für „sehr sorg­fäl­tig und ernst­haft re­cher­chiert ... und des­halb auch für glaub­wür­dig“. Der Kreml nann­te den Be­richt hin­ge­gen vor­ein­ge­nom­men und po­li­ti­siert, auch weil Russ­land im Ge­gen­satz zur Ukrai­ne von den straf­recht­li­chen Er­mitt­lun­gen aus­ge­schlos­sen wor­den sei. (AZ, afp, dpa) »Politik

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