Sehn­sucht nach Klar­heit

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zu „Uni­on ringt um Ei­nig­keit“(Politik) vom 26. Sep­tem­ber: Wenn mit die­sem Rin­gen um Ei­nig­keit ge­meint ist, dass die Uni­on ver­sucht, bei al­len Wäh­lern zu punk­ten und so wi­der­sprüch­li­che Po­si­tio­nen wie die der AfD in ihr Wahl­pro­gramm zu in­te­grie­ren, dann ist die­se Ei­nig­keit zum Schei­tern ver­ur­teilt. Der deut­sche Wäh­ler sehnt sich nach ei­ner Par­tei, die ei­ne kla­re Mei­nung ver­tritt und nicht ver­sucht, es je­dem recht zu ma­chen. Hört end­lich da­mit auf, je­dem Spin­ner nach­zu­ren­nen. Es ist lei­der ei­ne Tat­sa­che, dass 15 bis 20 Pro­zent der Deut­schen ent­we­der ir­ra­tio­na­le Ängs­te ha­ben oder rechts­las­ti­ge Dem­ago­gen wäh­len. Ei­ne Par­tei, die mei­ne Stim­me ha­ben möch­te, müss­te al­les tun, um von die­sen Men­schen nicht ge­wählt zu wer­den. Küm­mert euch ge­fäl­ligst um die rest­li­chen 80 Pro­zent. Wenn al­le Par­tei­en ver­su­chen, es al­len recht zu ma­chen, dann führt das zwangs­läu­fig zu Po­li­tik­ver­dros­sen­heit der de­mo­kra­ti­schen Mit­te und da­mit zur Stär­kung von ex­tre­men Po­si­tio­nen. Karl Ger­mann, Kö­nigs­brunn

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