Eva Beh­rens als Prä­di­kan­tin fei­er­lich ein­ge­führt

In ih­rer ers­ten ei­ge­nen Pre­digt for­der­te sie, Chris­tus in dem nach­zu­stre­ben, was zum Frie­den dient

Mittelschwaebische Nachrichten - - Aus Der Heimat - VON PE­TER VOH

Thann­hau­sen Un­ter Glo­cken­ge­läut ge­lei­te­ten De­ka­nin Ga­b­rie­le Bur­mann und der Kir­chen­vor­stand der evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de Thann­hau­sen Eva Beh­rens zu ih­rer Ein­füh­rung als Prä­di­kan­tin in die Chris­tus­kir­che. Die durf­te ih­ren ers­ten Got­tes­dienst mit ei­ge­ner Pre­digt und ab­schlie­ßen­dem Abend­mahl hal­ten. Mit den Wor­ten des Apos­tel Pau­lus an die Ge­mein­de in Rom „Wie lieb­lich sind die Fü­ße der Freu­den­bo­ten, die das Gu­te ver­kün­di­gen“er­öff­ne­te die De­ka­nin ih­re Ein­füh­rungs­an­spra­che. Sie freue sich, dass sich Eva Beh­rens auf den Weg ge­macht hat, als Prä­di­kan­tin die Fro­he Bot­schaft zu ver­kün­di­gen. Als Phy­sio­the­ra­peu­tin kom­me sie den Men­schen kör­per­lich sehr na­he, um­so er­freu­li­cher, dass sie nun den Men­schen in den Got­tes­diens­ten das Heils­han­deln Got­tes durch Je­sus Chris­tus wei­ter­ge­ben kann. Beh­rens tue so dem gan­zen Men­schen gut. Nach Ver­le­sung der Er­nen­nungs­ur­kun­de zur Prä­di­kan­tin in Di­ens­ten der Kir­chen­ge­mein­de Thann­hau­sen er­folg­te die Seg­nung mit Hand­auf­le­gen durch De­ka­nin Bur­mann. Da­bei as­sis­tier­ten zwei Mit­prä­di­kan­tin­nen aus Aschaf­fen­burg und Mem­min­gen aus dem Kurs von Eva Beh­rens als Pa­ten eben­so wie Richard Fel­len­berg vom Kir­chen­vor­stand.

Im Mit­tel­punkt der ers­ten ei­ge­nen Pre­digt aus dem Rö­mer­brief im 14. Ka­pi­tel „Das Reich Got­tes ist nicht Es­sen und Trin­ken, son­dern Ge­rech­tig­keit und Frie­de und Freu­de im hei­li­gen Geist“stand der Satz: Lasst uns dem nach­stre­ben, was zum Frie­den dient und zur Er­bau­ung un­ter­ein­an­der. Die Prä­di­kan­tin er­zählt vom Ge­spräch mit ei­nem Freund, der ihr ent­ge­gen­hält, dass es auf die­ser Welt kei­ne Ge­rech­tig­keit ge­ben kann, so­lan­ge es Hun­ger und Durst ge­ben wird. „Du er­zählst vom Frie­den, und ich den­ke an zer­strit­te­ne Fa­mi­li­en. Es gibt Ent­täu­schun­gen und Ver­let­zun­gen und die Hoff­nung auf ein fried­li­ches Zu­sam­men­le­ben ist zer­stört. Du sprichst vom Frie­den und ich den­ke an die Krie­ge in die­ser Welt. Du sprichst von Freu­de und ich stel­le mir das Leid, die Trä­nen und den Schmerz vor, den Krie­ge ver­ur­sa­chen.“Sie ent­geg­net dem Freund: „Stell dir vor, es ist Krieg und nie­mand geht hin. Stell dir vor es gibt kei­ne Län­der, kei­ne Gren­zen, nichts, das wir ver­tei­di­gen müs­sen. Und die Star­ken hel­fen den Schwa­chen.“„Du bist ein Träu­mer“, sagt der Freund. „Ich bin kein Träu­mer. Ich ha­be ei­ne Sehn­sucht und ei­ne Hoff­nung, die sich auf Je­sus Chris­tus grün­det. Denn es gibt den ei­nen Men­schen, der uns Ge­rech­tig­keit und un­be­ding­te Mit­mensch­lich­keit vor­leb­te: Je­sus Chris­tus.“Eva Beh­rens zi­tiert aus dem Pre­digt­text ein Wort, das wei­ter­hel­fen kann. Es ist das Wort: nach­stre­ben. „Lasst uns dem nach­stre­ben, was zum Frie­den dient und zur Er­bau­ung un­ter­ein­an­der. Die­ses Ziel gibt mir ei­ne Aus­rich­tung, ich ha­be es fest im Blick. Pas­send zur künf­ti­gen Tä­tig­keit der neu­en Prä­di­kan­tin in der Kir­chen­ge­mein­de sang die Ge­mein­de das Schluss­lied „Ins Was­ser fällt ein St­ein, und ist er noch so klein, er zieht doch wei­te Krei­se“. Un­ter Bei­fall zog Eva Beh­rens ins Ge­mein­de­haus, wo man bei ei­nem Steh­emp­fang der neu­en Prä­di­kan­tin Glück­wün­sche über­brin­gen und mit ihr plau­dern konn­te.

Fo­to: Pe­ter Voh

Be­glei­tet von zwei Mit­prä­di­kan­tin­nen und von Kir­chen­vor­stand Richard Fel­len­berg (rechts) nahm De­ka­nin Ga­b­rie­le Bur­mann (links) die Seg­nung für die neue Prä­di­kan­tin Eva Beh­rens (Mit­te) vor.

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