Nicht über­trag­bar

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zu „Hil­fe­ruf der Be­zir­ke“(Bay­ern) vom 29. Sep­tem­ber: Zu die­sem Hil­fe­ruf der Be­zir­ke passt die Aus­sa­ge von Mar­kus Sö­der: „Für je­den un­be­glei­te­ten ju­gend­li­chen Asyl­be­wer­ber ge­ben wir mehr Geld aus als für je­mand, der 40 Jah­re ge­ar­bei­tet hat.“Son­der­bar ist, dass die­se Flücht­lings­grup­pe, die uns mit Ab­stand am meis­ten Geld (ca. 140 €/Tag) kos­tet, uns auch den meis­ten Är­ger bringt – sie­he Würz­burg, sie­he Baut­zen!

Das Deut­sche Ju­gend­hil­fe­ge­setz ist u. a. für un­se­re, über­schau­ba­ren Pro­blem­kin­der und -ju­gend­li­chen ge­dacht, wo­bei die Kos­ten oft noch teil­wei­se von den El­tern mit­ge­tra­gen wer­den, was bei den Flücht­lin­gen kaum der Fall sein wird. Das Ju­gend­schutz­ge­setz kann nicht 1:1 auf die Flücht­lin­ge – die oft oh­ne Do­ku­men­te ein­rei­sen (Al­ter?) – über­tra­gen wer­den und ist meist kon­tra­pro­duk­tiv.

Es ge­hört schnells­tens ver­än­dert bzw. ver­schärft und den Ge­ge­ben­hei­ten an­ge­passt. Wer es durch halb Afri­ka bzw. den Na­hen Os­ten zu uns ge­schafft hat, braucht hier nicht be­mut­tert zu wer­den wie ein deut­sches Pro­blem­kind. Gott­fried Schwank, Obe­regg

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