Schand­maul auf gu­tem Ni­veau

Mittelschwaebische Nachrichten - - Feuilleton -

Da du­delt mal wie­der der Sack. Gut zwei Jah­re nach „Unend­lich“le­gen die See­fah­rer von „Schand­maul“mit „Leucht­feu­er“nach. Im Ver­gleich der Mit­tel­al­ter-Bands sie­gen aber im­mer deut­lich In Ex­tre­mo mit ih­rer ak­tu­el­len Plat­te „Quid pro Quo“. Da­bei be­wegt sich die Trup­pe um Front­mann Tho­mas Lind­ner durch­aus auf gu­tem Ni­veau. Zu­mal die Band sich mit Tar­ja Tu­ru­nen ja die ehe­ma­li­ge Night­wish-Front­frau mit an Bord ge­holt hat. Und die kann sin­gen! Den­noch sind man­che Songs wie das Lind­ner/Tar­ja-Stück „Zu zweit al­lein“zu sehr auf Schmalz ge­baut. Der Haupt­ti­tel „Leucht­feu­er“ist zwar auch ei­ne eher lang­sa­me Num­mer, aber da­für sehr stim­mig – und ei­ne schö­ne Ge­schich­te, die da ge­sun­gen wird. Aber ins­ge­samt baut Schand­maul – wie fast im­mer – auf viel Me­lan­cho­lie und Trau­rig­keit. We­sent­lich flot­ter klin­gen dann „Jack O’Lan­tern“und auch „Heu­te bin ich Kö­nig.“Für Au­to­ra­ser ist kaum et­was da­bei, eher et­was für Seg­ler hart am Wind. (wla) *****

Schand­maul: Leucht­feu­er (Ver­ti­go/Ca­pi­tol)

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