Was sich hin­ter Li­ve-Rol­len­spiel und Ree­nact­ment ver­birgt

Mittelschwaebische Nachrichten - - Die Dritte Seite -

Li­ve-Rol­len­spiel ba­siert auf dem Prin­zip, mit ei­ner Spiel­fi­gur ein Aben­teu­er zu durch­le­ben. Es gibt ei­ne Art Skript. Die Spie­ler im­pro­vi­sie­ren wäh­rend der Rol­len­spie­le und lö­sen un­ter an­de­rem Rät­sel.

Das Hob­by gibt es seit gut 20 Jah­ren, die Zahl der Spie­ler nimmt im­mer wei­ter zu.

Nach den Zah­len des Deut­schen Li­ve-Rol­len­spiel­ver­bands (DLRV) gibt es in Deutsch­land et­wa 1000 Lar­pVer­an­stal­tun­gen und rund 50 000 ak­ti­ve Spie­ler.

Be­son­ders be­liebt ist Larp in Dä­ne­mark. Nach dem DLRV neh­men dort al­lein rund 100 000 Kin­der und Ju­gend­li­che je­des Jahr an öf­fent­lich ge­för­der­ten Ver­an­stal­tun­gen teil.

Ei­ni­ge Be­grif­fe, die ein Lar­per ken­nen muss:

Con Ab­kür­zung für Con­ven­ti­on, al­so ein Zu­sam­men­tref­fen. Das ist meist ei­ne Li­verol­len­spiel-Ver­an­stal­tung, oft in Bur­gen oder al­ten In­dus­trie­an­la­gen. Die größ­te Deut­sche Larp-Con ist das „Con­quest of My­tho­dea“auf dem Rit­ter­gut Br­oke­loh bei Han­no­ver.

Spiel­lei­tung Das sind so­zu­sa­gen die Schieds­rich­ter bei ei­nem Larp.

Spie­ler-Cha­rak­ter Mit die­ser For- mu­lie­rung be­zeich­net man die Spie­ler in ei­nem Larp. De­ren Rol­le muss schau­spie­le­risch um­ge­setzt wer­den.

NSC Nicht-Spie­ler-Cha­rak­te­re sind Mit­spie­ler, die ih­re Rol­le von der Spiel­lei­tung be­kom­men und die Ge­schich­te vor­an­brin­gen.

Ti­me-In/Ti­me-Out Die­se Kom­man­dos be­gren­zen die Spiel­zeit.

Waf­fen Bei ei­nem Larp darf nur mit Schaum­stoff­waf­fen ge­gen­ein­an­der an­ge­tre­ten wer­den.

Out­ti­me Ak­ti­on au­ßer­halb des Spiels, zum Bei­spiel Te­le­fo­nie­ren.

Plot Die Ge­schich­te oder das Aben­teu­er, um das sich das Spiel dreht. Ge­wan­dung Ko­s­tüm des Cha­rak­ters Stop Spiel­stopp auf­grund ei­ner Ge­fah­ren­si­tua­ti­on.

In­ti­me Ak­ti­on in­ner­halb des Spiels.

Ree­nact­ment Eng­lisch für Wie­der­auf­füh­rung. Die Rie­ser Schwa­ben spie­len bei­spiels­wei­se den Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg nach. Beim Ree­nact­ment soll die Ge­schich­te so au­then­tisch wie mög­lich wie­der­ge­ge­ben wer­den. Die Wal­len­stein­fest­spie­le in Mem­min­gen, bei de­nen auch der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg The­ma ist, sind nach Ein­schät­zung von Ex­per­ten das größ­te Ree­nact­ment der Welt. (vmö)

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