Si­si kann Kop­ten nicht schüt­zen

Mittelschwaebische Nachrichten - - Politik - VON SI­MON KA­MIN­SKI ska@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Es ist wie ei­ne mit töd­li­cher Si­cher­heit im­mer wie­der kom­men­de Seu­che: In Wel­len tö­ten is­la­mis­ti­sche Ter­ro­ris­ten christ­li­che Kop­ten in Ägyp­ten. Ge­trie­ben von Hass und re­li­giö­sem Fa­na­tis­mus.

Für die Mus­lim­brü­der sind die Chris­ten Ver­bün­de­te von Prä­si­dent al-Si­si – dem Ge­ne­ral al­so, der ih­ren Füh­rer Mo­ham­med Mur­si im Som­mer 2013 aus dem Prä­si­den­ten­pa­last ge­putscht hat. Da­bei ste­hen die rund acht Mil­lio­nen Kop­ten im Land kei­nes­falls ge­schlos­sen hin­ter Si­si. Rich­tig ist, dass vie­le von ih­nen dem Prä­si­den­ten glaub­ten, als er ih­nen Schutz vor den Is­la­mis­ten ver­sprach. Doch sehr schnell zeig­te sich, dass Si­si sein Ver­spre­chen nicht ein­lö­sen kann. Noch schlim­mer: Auch un­ter Si­si wer­den die Chris­ten vom Staat dis­kri­mi­niert.

Von den Be­hör­den schi­ka­niert, von den Is­la­mis­ten mit Terror über­zo­gen. Tau­sen­de Kop­ten könn­ten sich bald ent­schlie­ßen, Ägyp­ten zu ver­las­sen.

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