Gip­fel der Un­mensch­lich­keit

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zu „Ter­ror ge­gen Te­enager: IS brüs­tet sich mit Blut­bad in Man­ches­ter“(Sei­te 1) vom 24. Mai: Acht­jäh­ri­ge Kin­der, die vol­ler Be­geis­te­rung das ers­te Mal auf ein Konzert ge­hen und das Le­ben ge­nie­ßen, wie nur Kin­der das kön­nen, in die Luft zu spren­gen, ist der Gip­fel der Un­mensch­lich­keit. Un­se­re li­be­ra­le und de­mo­kra­ti­sche Grund­ord­nung ist auf das Wohl des Men­schen aus­ge­rich­tet. Nicht um­sonst lau­tet der ers­te und wich­tigs­te Ar­ti­kel un­se­res Grund­ge­set­zes: „Die Wür­de des Men­schen ist un­an­tast­bar.“Aber wie de­fi­niert man Mensch? Für mich macht ei­nen Men­schen aus, dass er Mit­leid emp­fin­den kann, dass er an­de­re Mei­nun­gen ak­zep­tie­ren kann, dass er to­le­rant ist, dass er ver­sucht, an­de­ren Men­schen zu hel­fen, dass er Frau­en als gleich­wer­ti­ge Part­ner ak­zep­tiert und dass er Ge­walt als Lö­sung ab­lehnt. Auf Ter­ro­ris­ten trifft kei­ne ein­zi­ge die­ser Klas­si­fi­zie­run­gen zu. War­um soll­ten wir al­so un­se­re für Men­schen ge­mach­te Ge­set­ze auf sie an­wen­den? Wir brau­chen ei­ne Ge­setz­ge­bung für „un­mensch­li­che Krea­tu­ren“. Al­le be­kann­ten Ge­fähr­der soll­ten in Ein­zel­haft ka­ser­niert wer­den, bis sie ent­we­der frei­wil­lig aus­rei­sen oder ab­ge­scho­ben wer­den kön­nen. Hass­pre­di­ger in Mo­sche­en soll­ten oh­ne Rück­sicht auf die Staats­an­ge­hö­rig­keit ge­nau­so be­han­delt wer­den. Ich weiß, dass mich jetzt al­le Fun­da­men­tal­de­mo­kra­ten in die rech­te Ecke stel­len wer­den, aber ich muss sie ent­täu­schen, ich wäh­le grün, seit es die Grü­nen gibt. Karl Ger­mann, Un­ter­meit­in­gen Ame­ri­ka zet­telt oft sinn­lo­se Krie­ge (sie­he Irak) an und hin­ter­lässt dann die Auf­räu mungs­ar­bei­ten und Kos­ten uns Eu­ro­pä­ern. Sol­len doch die Ame­ri­ka­ner ei­ni­ge hun dert­tau­send Flücht­lin­ge über neh­men, dann wä­ren so­fort Gel­der für die Er­hö­hung des Ver­tei­di­gungs­etats frei. Die­ter Barth, Erolz­heim zum Kom­men­tar „Trump und der Är­ger ums Geld“von Win­fried Züfle (Sei­te 1) vom 26. Mai

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.