SPD setzt ih­re Pan­nen­se­rie fort

Mittelschwaebische Nachrichten - - Erste Seite - VON JOA­CHIM BOMHARD bom@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Die SPD braucht, so scheint es, kei­nen po­li­ti­schen Geg­ner, um klein­ge­hal­ten zu wer­den. Da­für hat sie schon sich selbst be­zie­hungs­wei­se ge­nü­gend Bes­ser­wis­ser, die al­le Be­mü­hun­gen um mehr Wäh­ler recht­zei­tig tor­pe­die­ren. Peer St­ein­brück zum Bei­spiel, der vor vier Jah­ren als SPD-Kanz­ler­kan­di­dat mit ei­nem Wahl­kampf vol­ler Pan­nen sei­ne Par­tei tief in die Kri­se ge­führt hat.

Sei­ne Sti­che­lei­en ge­gen den neu­en SPD-Chef und Kanz­ler­kan­di­da­ten Mar­tin Schulz mö­gen iro­nisch, al­so nicht ganz so ernst ge­meint sein. Aber ei­ne For­mu­lie­rung wie „Erich Schulz-Hone­cker“trifft ins Mark, ist so et­was wie ein Kinn­ha­ken für ei­ne nach kur­zer Er­ho­lung ge­ra­de wie­der tau­meln­de Par­tei. Was mag Peer St­ein­brück nur zu ei­ner sol­chen Be­mer­kung ge­trie­ben ha­ben?

Na­tür­lich hat er recht, wenn er die Schulz-Kam­pa­gne zu ein­sei­tig auf das The­ma „So­zia­le Ge­rech­tig­keit“aus­ge­rich­tet sieht. Aber dem Kanz­ler­kan­di­da­ten sein 100-Pro­zent-Er­geb­nis bei der Wahl zum Par­tei­chef zum Vor­wurf zu ma­chen, geht zu weit. Da hat Pan­nen-Peer, der be­kannt­lich gern auch für Geld re­det, die un­glück­se­li­ge SPD-Serie fort­ge­setzt.

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