Fach­kräf­te mit Han­di­cap

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zu „In der Re­gi­on feh­len 17000 Fach­kräf­te“(Sei­te 1) vom 17. Mai: Der Fach­kräf­te­man­gel ist ja nicht wirk­lich neu. Nur der Schrei da­nach wird lau­ter. Erst wa­ren es die In­for­ma­ti­ker, dann die In­ge­nieu­re. Neu­er­dings kom­men das Hand­werk und die In­dus­trie hin­zu. In dem Zu­sam­men­hang ist es lo­bens­wert, dass die IHK und HWK sich der Pro­ble­ma­tik an­neh­men. Das Wer­ben in Gym­na­si­en für Aus­bil­dung statt Stu­di­um und auch die Pro­gram­me, mit de­nen die Flücht­lin­ge in den Ar­beits­markt in­te­griert wer­den sol­len, sind ein Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung. Bei al­len Dis­kus­sio­nen und Be­rich­ten zu die­sem The­men­be­reich fällt mir auf, dass ei­ne Grup­pe von Per­so­nen am Ar­beits­markt un­er­wähnt bleibt. Es han­delt sich um Schwer­be­hin­der­te. Egal ob zum Fach­kräf­te­man­gel im TV dis­ku­tiert oder in den Me­di­en be­rich­tet wird, Men­schen mit Han­di­cap er­wähnt da­bei nie­mand. Al­ler­dings gibt es bei die­ser Per­so­nen­grup­pe auch sehr vie­le, wel­che mit­un­ter hoch qua­li­fi­ziert sind. Lei­der su­chen die meis­ten von ih­nen über Jah­re ver­geb­lich nach Ar­beit. Je hö­her die Qua­li­fi­ka­ti­on, des­to schwie­ri­ger ist die Ar­beits­su­che. Sie schei­tern re­gel­mä­ßig an den be­rühm­ten Vor­ur­tei­len wie et­wa „nicht leis­tungs­fä­hig“oder „man wird sie nicht mehr los“. Mo­ni­ka Hu­ber, Stött­wang

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