Vie­le Kö­che und Kell­ner er­hal­ten kei­nen Min­dest­lohn

Mittelschwaebische Nachrichten - - Wirtschaft -

Die Ge­werk­schaft Nah­rung-Ge­nuss-Gast­stät­ten pocht auf schär­fe­re Min­dest­lohn-Kon­trol­len im baye­ri­schen Gast­ge­wer­be. Ver­gan­ge­nes Jahr hät­ten die Haupt­zoll­äm­ter in München, Ro­sen­heim, Schwein­furt, Nürn­berg, Lands­hut, Augs­burg und Re­gens­burg 1158 Ho­tels, Gast­stät­ten und an­de­re Be­trie­be un­ter die Lu­pe ge­nom­men. Bei rund 26 700 Be­trie­ben im Frei­staat ma­che das ei­ne Kon­troll­quo­te von gut vier Pro­zent – aus Sicht der Ge­werk­schaft zu we­nig. Die NGG be­män­gelt ei­ne ho­he Zahl von Ver­stö­ßen ge­gen Min­dest­lohn-Re­ge­lun­gen: Von den bay­ern­weit 529 Er­mitt­lungs­ver­fah­ren mach­te das Gast­ge­wer­be mit 261 Ver­fah­ren et­wa die Hälf­te aus. „Von der Ein­füh­rung des ge­setz­li­chen Min­dest­lohns An­fang 2015 soll­ten die Be­schäf­tig­ten im Gast­ge­wer­be be­son­ders pro­fi­tie­ren. Aber vie­le Kell­ner, Kö­che und Co. ge­hen of­fen­bar leer aus“, sag­te Musta­fa Öz von der NGG. Der Zoll müs­se die Kon­trol­len aus­wei­ten. Es dür­fe nicht der Ein­druck ent­ste­hen, der Min­dest­lohn von 8,84 Eu­ro pro St­un­de gel­te nur auf dem Pa­pier. (dpa)

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