100 Jah­re Reiß­ver­schluss

Mittelschwaebische Nachrichten - - Die Dritte Seite -

Be­reits Mit­te des 19. Jahr­hun

derts gab es im­mer wie­der Vor­stö ße, das An und Aus­zie­hen von Klei dung ein Stück weit mehr zu au­to ma­ti­sie­ren. Eli­as Ho­we, ein ame­ri­ka ni­scher Näh­ma­schi­nen­ent­wick­ler, war ei­ner der Tüft­ler. Markt­reif wur den die Er­fin­dun­gen aber nie.

Vor 100 Jah­ren dann, 1917, wur de das Pa­tent für den Reiß­ver schluss, den wir heu­te ken­nen, an­ge mel­det.

Er­fun­den hat die­ses Wun­der­werk der Tex­til­welt der in Schwe­den ge bo­re­ne Ma­schi­nen­bau­in­ge­nieur Gi

de­on Sund­bäck. Schon lan­ge hat te er nach ei­ner Mög­lich­keit ge­sucht, Klei­dungs­stü­cke leich­ter und schnel­ler schlie­ßen und öff­nen zu kön­nen. Vor al­lem Frau­en hat­ten bis zu die­sem Zeit­punkt mit auf­wen di­gen Schließ­me­cha­nis­men, vie­len Ösen, Schnü­ren, Ha­ken und Knöp­fen zu kämp­fen.

Zu­nächst öff­ne­te und schloss der Reiß­ver­schluss in den letz­ten Mo na­ten des Ers­ten Welt­krie­ges die wet ter­fes­ten An­zü­ge der Sol­da­ten der US Na­vy. Bis die brei­te Mas­se von den Vor­tei­len des ge­zack­ten Me­tall­ver­schlus­ses über­zeugt war, dau­er­te es noch. Ab Mit­te der

20er Jah­re zier­te er dann Le­der­ja cken, in den 30ern schließ­lich auch Abend­ro­ben. (sast)

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