Glau­ben of­fen­siv be­ken­nen

Mittelschwaebische Nachrichten - - Meinung & Dialog -

Zum Leit­ar­ti­kel „Mar­tin Lu­ther wä­re stolz auf sol­che Chris­ten“von Alois Knol­ler vom 27. Mai: Wir Chris­ten soll­ten uns gera­de in un­kirch­li­chen Zei­ten wie heu­te streng an die ei­ge­nen Grund­sät­ze hal­ten, soll­ten gera­de heu­te den Christ­englau­ben of­fen­siv be­ken­nen, um Zweif­ler/Aus­ge­tre­te­ne zu­rück­zu­ho­len, um zu ver­hin­dern, dass Ju­gend­li­che fa­schis­ti­schen/is­la­mis­ti­schen Ver­füh­rern zum Op­fer fal­len.

Mit po­li­ti­schen Aus­sa­gen soll­te sich die Kir­che da­ge­gen in ei­nem frei­en Land zu­rück­hal­ten, zu­mal man auch als Christ in po­li­ti­schen Fra­gen un­ter­schied­li­cher Mei­nung sein kann. Die öku­me­ni­sche Zu­sam­men­ar­beit ist na­tür­lich wün­schens­wert, doch kann es nicht das Ziel sein, ein Welt­ein­heits­chris­ten­tum her­zu­stel­len.

Die Viel­zahl der Kon­fes­sio­nen be­rei­chert das Chris­ten­tum, be­las­tet es nicht, zeigt sie doch, dass wir den Christ­englau­ben ganz ver­schie­den le­ben kön­nen, und je mehr Kon­fes­sio­nen es gibt, des­to mehr Men­schen kön­nen wir für Chris­tus er­rei­chen. Chris­ti­an Fuchs, Gu­ten­stet­ten

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