Der Mord­fall und der lan­ge Weg der Au­f­ar­bei­tung

Mittelschwaebische Nachrichten - - Panorama -

7. Fe­bru­ar 2005 Die 23 jäh­ri­ge Ha­tun Sü­rücü wird in Berlin von ih­rem jüngs­ten Bru­der er­schos­sen. Sie hin­ter­lässt ei­nen Sohn.

April 2006 Der zu die­sem Zeit punkt 20 Jah­re al­te To­des­schüt­ze wird zu ei­ner Ju­gend­stra­fe von neun Jah­ren und drei Mo­na­ten ver­ur­teilt. Sei­ne bei­den mit­an­ge­klag­ten äl­te­ren Brü­der wer­den we­gen feh­len­der Be wei­se frei­ge­spro­chen.

Au­gust 2007 Der Bun­des­ge­richts hof hebt die Frei­sprü­che ge­gen die bei­den auf. Der Pro­zess ge­gen sie soll neu auf­ge­rollt wer­den. Doch die Män­ner set­zen sich in die Tür­kei ab.

Som­mer 2013 Berlin über­sen­det Ak­ten zu dem Fall an die tür­ki­schen Be­hör­den, die in­zwi­schen ein ei­ge­nes Straf­ver­fah­ren ge­gen die bei­den äl­te­ren Brü­der ein­ge­lei­tet ha­ben.

Ju­li 2014 Der To­des­schüt­ze wird nach sei­ner ab­ge­ses­se­nen Haft­stra­fe in die Tür­kei ab­ge­scho­ben. (dpa)

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