Stel­lung­nah­me zum Be­richt über Lands­mann­schaft

Mittelschwaebische Nachrichten - - Landkreis -

In Be­zug auf den in un­se­rer Zei­tung er­schie­ne­nen Be­richt über die Be­stä­ti­gung Fe­lix Vogt Gru­bers als Vor­sit­zen­der der Be­zirks­grup­pe Schwa­ben in der Su­de­ten­deut­schen Lands­mann­schaft, stellt Chris­toph Lip­pert, Bun­des­ge­schäfts­füh­rer der Su­de­ten­deut­schen Lands­mann­schaft Fol­gen­des klar:

„Fe­lix Vogt Gru­ber hat In­golf Gott­stein 2015 in sei­ne Orts­grup­pe Gun­del­fin­gen auf­ge­nom­men, ob­wohl ihm nach­weis­lich be­wusst war, dass die­se Auf­nah­me sat­zungs­wid­rig ist, da das Wohn­ort-Prin­zip gilt, Gott­stein aber nicht in Gun­del­fin­gen, son­dern in Mön­chen­glad­bach wohnt.

Nach rechts­kräf­ti­gem En­dur­teil des Land­ge­richts Mün­chen I vom 20. No­vem­ber 2015 war die Mehr­heit für die be­schlos­se­nen Sat­zungs­än­de­run­gen aus­rei­chend. Die Su­de­ten­deut­sche Lands­mann­schaft hat mit der be­schlos­se­nen Än­de­rung nicht auf das Recht auf Hei­mat ver­zich­tet. Ganz im Ge­gen­teil: Tat­säch­lich wur­de die miss­ver­ständ­li­che For­mu­lie­rung „Wie­der­ge­win­nung der Hei­mat ... durch­set­zen“durch ei­nen bis da­hin nicht ent­hal­te­nen Hin­weis auf das „Recht auf Hei­mat“er­setzt. Die Su­de­ten­deut­sche Lands­mann­schaft hat mit der be­schlos­se­nen Än­de­rung nicht auf das Recht auf Ei­gen­tum ver­zich­tet. Tat­säch­lich wur­de die ver­al­te­te For­de­rung nach „Rück­ga­be des Ei­gen­tums oder gleich­wer­ti­gen Er­satz“durch die For­mu­lie­rung „men­schen- und völ­ker­rechts­wid­ri­ge Ent­eig­nun­gen ... auf der Grund­la­ge ei­nes ge­rech­ten Aus­glei­ches zu hei­len“er­setzt.

Herr Vogt Gru­ber hat den Rechtsanwalt Heinz Ve­aut­hier nach des­sen ei­ge­ner und bis­her nicht wi­der­ru­fe­ner oder wi­der­leg­ter schrift­li­cher Aus­sa­ge in sei­ner Funk­ti­on als Be­zirks­vor­sit­zen­der der Su­de­ten­deut­schen Lands­mann­schaft mit dem Vor­ge­hen ge­gen den ei­ge­nen Bun­des­ver­band be­auf­tragt. Das, und nicht sei­ne Tä­tig­keit als Bun­des­vor­sit­zen­der des Wi­ti­ko­bun­des, war der Grund für Herrn Schie­fer, sei­nen Rück­tritt zu for­dern.

Die Sat­zungs­än­de­rung von 2015 wur­de vom Land­ge­richt Mün­chen I mit dem En­dur­teil vom 20. No­vem­ber 2015 auf­grund ei­ner for­ma­len Be­an­stan­dung für un­wirk­sam er­klärt. In dem­sel­ben Ur­teil ist die Sat­zungs­än­de­rung aus­drück­lich als „ma­te­ri­ell nicht nich­tig“be­zeich­net. Da der Klä­ger mit dem Ur­teil nur teil­wei­se Recht be­kom­men hat, hat­te er auch ei­nen Teil der Ver­fah­rens­kos­ten zu tra­gen.

Der Be­schluss zur Sat­zungs­än­de­rung wur­de von der Bun­des­ver­samm­lung 2016 wie­der­holt. Die Er­folgs­aus­sicht der lau­fen­den Kla­ge da­ge­gen be­ur­tei­len wir voll­kom­men an­ders als Vogt Gru­ber und Gott­stein.“(MN)

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