Ge­werk­schaft for­dert mehr Min­dest­lohn Kon­trol­len

Mittelschwaebische Nachrichten - - Wirtschaft In Der Region -

Ver­stö­ße ge­gen den ge­setz­li­chen Min­dest­lohn wer­den im Land­kreis Günz­burg zu sel­ten ge­ahn­det, vor al­lem im Gast­ge­wer­be: Das je­den­falls be­män­gelt die Ge­werk­schaft Nah­rung-Ge­nuss-Gast­stät­ten. Nach An­ga­ben der NGG kon­trol­lier­te das zu­stän­di­ge Haupt­zoll­amt Augs­burg im ver­gan­ge­nen Jahr 210 Gas­tro-Be­trie­be. Das sind le­dig­lich 4,5 Pro­zent al­ler Ho­tels und Gast­stät­ten im Be­reich der Fi­nanz­kon­trol­le Schwarz­ar­beit beim Augs­bur­ger Zoll. Im Jahr zu­vor hat­ten Be­am­te 339 Be­trie­be im Gast­ge­wer­be ge­prüft. Al­lein im Kreis Günz­burg zählt die Bran­che 192 Be­trie­be. We­gen Ver­stö­ßen ge­gen den ge­setz­li­chen Min­dest­lohn ver­häng­ten die Kon­trol­leu­re Buß­gel­der in Hö­he von 315 000 Eu­ro und lei­te­ten 88 Er­mitt­lungs­ver­fah­ren ein – 42 im Gast­ge­wer­be. Ge­schäfts­füh­rer Tim Lubecki nennt die Zah­len „alar­mie­rend“. Der Zoll müs­se Kon­trol­len auch im Kreis Günz­burg drin­gend aus­wei­ten. Es dür­fe nicht der Ein­druck ent­ste­hen, der Min­dest­lohn von der­zeit 8,84 Eu­ro pro St­un­de gel­te nur auf dem Pa­pier. „Je stär­ker der Zoll kon­trol­liert, um­so mehr steigt das Ri­si­ko für Ar­beit­ge­ber, bei Trick­se­rei­en er­wischt zu wer­den.“(zg)

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