Gu­te No­ten für die Schwes­tern und Werk­feu­er­wehr

Po­si­ti­ve Bi­lanz nach den ge­zeig­ten Leis­tun­gen. Die Ge­schich­te der Wehr reicht bis ins Jahr 1932 zu­rück

Mittelschwaebische Nachrichten - - Landkreis -

Urs­berg Al­le drei Jah­re wer­den die baye­ri­schen Feu­er­weh­ren auf Herz und Nie­ren über­prüft. Die­se so­ge­nann­te In­spek­ti­on stand heu­er auch wie­der bei der Schwes­tern- und Werk­feu­er­wehr des Do­mi­ni­kusRing­ei­sen-Werks in Urs­berg an.

Un­ter den Au­gen von Kreis­brand­rat Ro­bert Spil­ler und den Kreis­brand­meis­tern Mar­tin May­er und Elmar Mül­ler wur­den die Leis­tungs­fä­hig­keit und die tech­ni­sche Aus­stat­tung auf Herz und Nie­ren ge­prüft. Für die 25 Feu­er­wehr­män­ner und 9 Feu­er­wehr­frau­en, dar­un­ter drei Schwes­tern, be­deu­te­te dies, zwei Lösch­grup­pen schul­mä­ßig auf­zu­bau­en und ei­nen fik­ti­ven Brand zu be­kämp­fen. Par­al­lel da­zu er­folg­te die Über­prü­fung des Ge­rä­te­hau­ses, des Fuhr­parks und der tech­ni­schen Ein­rich­tun­gen der Feu­er­wehr. Im An­schluss dar­an wur­de die Theo­rie in die Pra­xis um­ge­setzt. Bei ei­nem an­ge­nom­me­nen Kel­ler­brand im Haus Ge­org wa­ren die Werk­feu­er­wehr­ler bei der Su­che und Ret­tung ei­ner ver­miss­ten Per­son und der Brand­be­kämp­fung ge­for­dert. Durch die Be­treu­ungs­grup­pe wur­de vor­sorg­lich ein Ver­bands­platz ein­ge­rich­tet.

In der ab­schlie­ßen­den Be­spre­chung äu­ßer­ten sich Kreis­brand­rat Ro­bert Spil­ler und sei­ne Kol­le­gen sehr zu­frie­den über die ge­zeig­ten Leis­tun­gen. Die Mann­schafts­stär­ke ha­be sich ge­gen­über der letz­ten In­spek­ti­on noch­mals ver­bes­sert. Die ge­for­der­ten Atem­schutz­trä­ger kön­ne die Werk­feu­er­wehr mitt­ler­wei­le stel­len. Trotz­dem wür­de wei­te­res Per­so­nal, ins­be­son­de­re mit Atem­schutz­be­fä­hi­gung der Werk­feu­er­wehr gut­tun, so Spil­ler. Auch in der Aus­stat­tung des Feu­er­wehr­ge­rä­te­hau­ses ha­be man sich wei­ter­ent­wi­ckelt. Ei­ne mo­der­ne Ab­saug­an­la­ge sorgt mitt­ler­wei­le da­für, dass die Feu­er­wehr­ler beim Um­zie­hen im Alarm­fall nicht den schäd­li­chen Die­sel-Ab­ga­sen der Fahr­zeu­ge aus­ge­setzt sei­en. Vor­stands­vor­sit­zen­der und geist­li­cher Di­rek­tor Wal­ter Merkt und Ge­ne­ral­vi­ka­rin Schwes­ter M. Do­mi­ni­ka Nui­ding CSJ dank­ten den Mit­glie­dern der Schwes­tern- und Werk­feu­er­wehr und den bei­den Kom­man­dan­ten Micha­el Jo­as und Sven Al­bers für ih­ren Ein­satz. Er sei zwar kein aus­ge­wie­se­ner Fach­mann, die ge­zeig­ten Leis­tun­gen hät­ten ihn aber sehr be­ein­druckt, so Merkt. Es sei heut­zu­ta­ge kei­nes­falls mehr selbst­ver­ständ­lich, dass sich Men­schen für an­de­re in die­ser Art und Wei­se ein­set­zen und rund um die Uhr be­reit­stün­den, an­de­ren zu hel­fen. Ge­ra­de im Do­mi­ni­kus-Ring­ei­sen-Werk, wo vie­le Men­schen le­ben, die auf Un­ter­stüt­zung an­ge­wie­sen sind, sei dies ei­ne sehr wich­ti­ge Auf­ga­be.

Im Jahr 1932 grün­de­ten die Schwes­tern der St. Jo­sefskon­gre­ga­ti­on ei­ne der we­ni­gen Schwes­tern­feu­er­weh­ren in Bay­ern, um bei Brand- und Un­glücks­fäl­len in der Ein­rich­tung qua­li­fi­zier­te und schnel­le Hil­fe leis­ten zu kön­nen.

1984 wur­de auf­grund der ge­rin­ger wer­den­den Zahl der Schwes­tern die Schwes­tern- und Werk­feu­er­wehr Do­mi­ni­kus-Ring­ei­sen-Werk aus der Tau­fe ge­ho­ben. Seit die­sem Zeit­punkt leis­ten auch Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter Feu­er­wehr­dienst. Die Werk­feu­er­wehr ist zu­stän­dig für die Brand- und Ge­fah­ren­ab­wehr der Ein­rich­tun­gen des Do­mi­ni­kus-Ring­ei­sen-Werks in Urs­berg. Zu­sätz­lich über­nimmt sie un­ter an­de­rem auch Brand­schutz­un­ter­wei­sun­gen, das Er­stel­len von Feu­er­wehr­ein­satz­plä­nen und die Feu­er­be­schau bay­ern­weit an al­len Stand­or­ten des Do­mi­ni­kus-Ring­ei­sen-Werks. (zg)

Fo­to: Ma­nu­el Lie­sen­feld

Gu­te No­ten er­hielt die Schwes­tern und Werk­feu­er­wehr des Do­mi­ni­kus Ring­ei­sen Werks in Urs­berg bei der dies­jäh­ri­gen In­spek­ti­on.

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