Ruan­da wählt Prä­si­den­ten

Staats­chef Ka­ga­me kla­rer Fa­vo­rit

Mittelschwaebische Nachrichten - - Politik -

Ki­ga­li Die Wahl ei­nes neu­en Prä­si­den­ten in Ruan­da hat be­gon­nen. Die Stimm­ab­ga­be ver­lief am Frei­tag­mor­gen in vie­len Wahl­lo­ka­len in der Haupt­stadt Ki­ga­li meist ru­hig und nur we­nig Si­cher­heits­kräf­te wa­ren zu se­hen, wie Au­gen­zeu­gen be­rich­te­ten. Die Wahl­be­hör­de soll­te nach ei­ge­nen An­ga­ben be­reits am gest­ri­gen spä­ten Frei­tag­abend vor­läu­fi­ge Er­geb­nis­se be­kannt ge­ben.

Der am­tie­ren­de Staats­chef Paul Ka­ga­me gilt als si­che­rer Sie­ger. Bei den ver­gan­ge­nen zwei Prä­si­dent­schafts­wah­len in dem ost­afri­ka­ni­schen Land er­hielt er je­weils über 90 Pro­zent der Stim­men. Sei­nen Her­aus­for­de­rern Frank Ha­bi­ne­za von der De­mo­kra­ti­schen Grü­nen Par­tei und dem un­ab­hän­gi­gen Be­wer­ber Phil­ip­pe Mpay­ima­na wer­den kaum Chan­cen ein­ge­räumt. Un­ter Ka­ga­mes Füh­rung be­en­de­te die Pa­trio­ti­sche Front Ruan­das (RPF) 1994 den Ge­no­zid, in dem rund 800000 Tut­si und ge­mä­ßig­te Hu­tu ge­tö­tet wur­den. Seit­dem ist der 59-Jäh­ri­ge Teil der po­li­ti­schen Füh­rung, seit 2000 ist er Prä­si­dent. Er ge­nießt Ex­per­ten zu­fol­ge gro­ße Po­pu­la­ri­tät und hat in dem klei­nen Land für Sta­bi­li­tät und Wirt­schafts­wachs­tum ge­sorgt. Al­ler­dings sind Mei­nungs­frei­heit, po­li­ti­sche Op­po­si­ti­ons­ar­beit und die Me­di­en stark ein­ge­schränkt. Das Land mit sei­ner Haupt­stadt Ki­ga­li ent­wi­ckelt sich aber zu ei­nem Tech­no­lo­gie-Zen­trum und zieht Un­ter­neh­men und In­ves­to­ren an. (dpa)

Paul Ka­ga­me

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