Das Miss­trau­en ist ge­wach­sen

Mittelschwaebische Nachrichten - - Politik -

VON MAR­TIN FERBER

Gleich­wohl will Ge­sund­heits­mi­nis­ter Her­mann Grö­he von ei­nem Schei­tern des ehr­gei­zi­gen Pro­jekts nichts wis­sen. Doch Grö­he ist nur Zu­schau­er, an den Ver­hand­lun­gen zwi­schen den Trä­gern des Ge­sund­heits­sys­tems und der Be­trei­ber­ge­sell­schaft ist er nicht be­tei­ligt. Und die schie­ben sich eif­rig den Schwar­zen Pe­ter für die Ver­zö­ge­run­gen ge­gen­sei­tig zu.

Nicht zu­letzt hat sich auch die Ein­stel­lung ge­än­dert. Sah man an­fangs vor al­lem die Chan­cen, die sich für die Pa­ti­en­ten wie das Ge­sund­heits­sys­tem er­ge­ben, ste­hen nun die Ri­si­ken im Mit­tel­punkt. Wer hat al­les Zu­griff auf die Da­ten? Wie wer­den die In­for­ma­tio­nen über in­tims­te De­tails ei­nes Men­schen vor Miss­brauch ge­schützt? Auch nach elf Jah­ren sind die­se Fra­gen nicht be­frie­di­gend be­ant­wor­tet wor­den und näh­ren das Miss­trau­en ge­gen­über ei­ner Kar­te, die al­les preis­gibt und nichts ver­gisst.

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