Un­ter­wegs, um Blät­ter und Na­deln zu zäh­len

Im Wald ma­chen Förs­ter ge­ra­de In­ven­tur. Was das ist, er­fährst du hier

Mittelschwaebische Nachrichten - - Feuilleton -

Im Wald ste­hen Men­schen un­ter ei­nem Baum und star­ren durch Fern­glä­ser in die Baum­kro­ne. Was sie dort ma­chen? Die Leu­te sind Förs­ter, al­so Ex­per­ten für den Wald. Sie ma­chen In­ven­tur. So nennt man es, wenn man zählt, was al­les an ei­nem Ort ist. In Bay­ern ma­chen Förs­ter der­zeit In­ven­tur, um zu se­hen, wie es den Bäu­men im Wald dort geht. „Sie gu­cken mit dem Fern­glas, ob der Baum noch al­le Blät­ter oder Na­deln hat, die er braucht“, er­klärt Wald­fach­mann Wolf­gang Falk. Oder sind in der Baum­kro­ne Lü­cken? Das zu er­ken­nen, ist nicht ein­fach. Des­halb ha­ben die Förs­ter vor­her ta­ge­lang trai­niert, da­mit al­le ähn­lich schät­zen. Se­hen sie zu we­nig Blät­ter oder Na­deln, wis­sen die Förs­ter, dem Baum geht es nicht so gut.

Ein Grund könn­te der sehr tro­cke­ne Som­mer vor zwei Jah­ren sein. Die An­stren­gung sieht man dem Baum noch an. Bäu­me brau­chen län­ger als ein Jahr, um sie von so was zu er­ho­len. Ei­ne Förs­te­rin legt dann noch ein Maß­band um den Baum. Sie misst, wie sehr er ge­wach­sen ist. Weil die In­ven­tur je­des Jahr statt­fin­det, kann man das gut ver­glei­chen. (dpa)

Fo­to: dpa

Die­se Förs­te­rin misst bei Wil­polds­ried den Um­fang ei­nes Bau­mes.

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