Buh­mann Kreml­chef

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - Politik - Von Fried­rich Schwarz

Ver­schwö­rungs­theo­ri­en ha­ben Hoch­kon­junk­tur. Was gibt da mehr her als Fa­ke-News, Ha­cker-Atta­cken und Cy­ber-Krieg. Ne­ben die­sen re­la­tiv jun­gen Spiel­ar­ten der mo­der­nen Krieg­füh­rung sind es aber auch die al­ten Fein­bil­der, die wie­der ge­pflegt wer­den. Ganz oben auf der Schur­ken-Lis­te: Russ­lands Prä­si­dent. Hat­te

Alt-Kanz­ler Schrö­der sei­nen er­klär­ten Män­ner­freund Pu­tin noch als „lu­pen­rei­nen De­mo­kra­ten“aus­ge­wie­sen, ist der Kreml­chef nun wie­der der Buh­mann des Wes­tens - al­len vor­an die USA und die Bun­des­re­pu­blik. Krim-

Anne­xi­on, Ukrai­ne-Kri­se, Bom­ben-Krieg in Sy­ri­en - und jetzt noch ver­meint­li­che Ha­cker-An­grif­fe, die die US-Wahl be­ein­flusst ha­ben sol­len. Über­all hat Pu­tin, der mäch­tigs­te Mensch der Welt, sei­ne Hän­de im Spiel, wird als Haupt­schul­di­ger in­ter­na­tio­na­ler Kon­flik­te an­ge­pran­gert. Ist das nicht viel­leicht doch ein biss­chen über­trie­ben?

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