Mei­len­weit ent­fernt

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - POLITIK - Von As­trid Lang­ner

2017

- das Su­per­wahl­jahr ist an­ge­bro­chen. Und ei­gent­lich möch­te man mei­nen, dass jetzt die Zeit des Par­tei­en-Wett­be­werbs um die bes­ten Ide­en für die­ses Land end­lich mal los­geht - oder we­nigs­tens mit ei­ner schar­fen Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen den Volks­par­tei­en star­tet.

Doch: Noch im­mer fehlt ein Her­aus­for­de­rer für die Kanz­le­rin. Und SPD-Chef Sig­mar Ga­b­ri­el macht kei­ne An­stal­ten, den end­lich zu prä­sen­tie­ren. Statt­des­sen klam­mert er sich stur an sei­ne be­haup­te­te Ter­min­treue in der K-Fra­ge und schwa­dro­niert lie­ber dar­über, wie toll er ei­ne Am­pel-Re­gie­rung im Bund fän­de.

Da­bei wä­re es für die SPD so wich­tig, schleu­nigst mit ei­nem Kan­di­da­ten und ei­nem kraft­vol­len Pro­gramm ih­re lan­ge ver­nach­läs­sig­te Kli­en­tel der so­ge­nann­ten klei­nen Leu­te zu um­wer­ben.

Das wo­chen­lan­ge Zö­gern und Zau­dern in der K-Fra­ge ver­mit­telt da kaum das Ge­fühl von Stär­ke. Das wächst lei­der auch nicht, wenn Ga­b­ri­el sei­ne Am­pel-Vi­sio­nen zum Bes­ten gibt. Zu­mal SPD, Grü­ne und FDP von ei­ner Mehr­heit im Bun­des­tag mei­len­weit ent­fernt sind.

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