Welt­meis­ter An­ton staub­te ein saf­ti­ges Preis­geld ab und er­ober­te Neu­see­land

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - SPORT PANORAMA -

AUCK­LAND/LEIPZIG - Un­ge­fähr 18 000 Ki­lo­me­ter Luft­li­nie von Leipzig ent­fernt zog sich der Zwei­er-Ca­na­di­er-Welt­meis­ter und Olym­pia-Vier­te Franz An­ton nach Neu­see­land zum Trai­ning zu­rück. Ge­wann drei Ren­nen, kas­sier­te ein saf­ti­ges Preis­geld und ging auf Ent­de­ckungs­rei­se.

„Das war mei­ne Pre­mie­re, aber nicht der letz­te Ab­ste­cher in den Sü­den der Welt“, ver­spricht der 27-Jäh­ri­ge. Da­bei gab’s bei sei­ner An­kunft ei­nen klei­nen Dämp­fer. In der ge­buch­ten Un­ter­kunft er­klär­te die Be­sit­ze­rin: „No Meat in this Hou­se.“An­ton: „Kein Fleisch! Das war ein klei­ner Schock, aber es gab 14 Ta­ge nur Nu­deln, To­fu, Veg­gi­bur­ger und Ge­mü­se-Sand­wich in wech­seln­der Rei­hen­fol­ge.“

Viel­leicht hat die be­son­de­re Er­näh­rung dem Leip­zi­ger am En­de die nö­ti­ge Po­wer ge­ge­ben? Er ge­wann im­mer­hin das Whi­te­wa­terXL-Race in der Ge­samt­wer­tung aus drei Ren­nen klar vor dem Olym­pia-Zwei­ten Ma­tej Be­nus (Slo­wa­kei) und räum­te das saf­ti­ge Preis­geld von 5300 Eu­ro ab. „Mei­ne Kos­ten für Flug, Un­ter­kunft, Miet­wa­gen, Trai­nings­zei­ten und al­les, was man sonst noch so brauch­te, wa­ren da­mit ge­deckt“, freu­te sich der Po­li­zist. „Da blieb so­gar et­was üb­rig für mei­ne Frau Re­bek­ka.“

Nicht nur im künst­li­chen Wild­was­ser­ka­nal tob­te sich An­ton aus. Er pad­del­te 200 km süd­lich von Auck­land in den Oke­re Falls. „Das war mit­ten im Dschun­gel auf ei­nem su­per schö­nen Fluss“, schwärmt der Leip­zi­ger. „Mit ein paar Ein­hei­mi­schen ha­be ich dann ei­ne Fluss­ab­fahrt ge­macht. Im glas­kla­ren Was­ser zwi­schen Far­nen, Bäu­men und Sch­ling­pflan­zen ging’s durchs Wild­was­ser. Es folg­ten sechs Was­ser­fäl­le, die zwi­schen ei­nem und drei Me­tern hoch wa­ren.“

Zum Ab­schluss des Neu­see­land-Aben­teu­rers fuhr er per Wohn­mo­bil von Auck­land nach Christ­church. Sportlich wur­de es dann nur noch beim Jog­gen und oder Klet­tern, da­für stand die Ent­de­ckung der In­sel im Vor­der­grund. En­ri­co Lu­cke

Traum­haft! Im Dschun­gel war Franz An­ton vor sei­nem Neu­see­land-Trip noch nie ge­pad­delt. Hier gibt’s so­gar Was­ser­fäl­le.

Un­ge­wöhn­lich, aber Franz An­ton (r.) hat die­ser Start beim Ren­nen sehr gut ge­fal­len.

An der Aussicht konn­te sich Franz An­ton nicht satt­se­hen.

Zun­ge raus, die Au­gen weit ge­öff­net - wie ein ty­pi­scher Ma­o­ri steht Franz An­ton ne­ben ei­nem die­ser vie­len ge­schnitz­ten Baum­stäm­me an der Wild­was­ser-Stre­cke.

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