Ga­b­ri­el träumt von der Am­pel

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - POLITIK -

BER­LIN - Nach der Bun­Bun des­tags­wahl im Herbst will SPD-Chef Sig­mar Ga­b­ri­el (57) für neue Ver­hält­nis­se auf der Re­gie­rungs­bank sor­gen: Schluss mit der GroKo, her mit der Am­pel! Das bis­lang vor al­lem dis­ku­tier­te Bünd­nis aus SPD, Grü­nen und Lin­ke sei „kei­nes­falls die ein­zi­ge Kon­stel­la­ti­on, die denk­bar ist“, sag­te Ga­b­ri­el dem „Spie­gel“.

Er ver­wies auf das Bei­spiel Rhein­land-Pfalz, wo die Ge­nos­sen seit ver­gan­ge­nem Jahr er- folg­reic­folg­reichch mit dden Grü­nen und de­rer FDP re­gie­ren. „Aber na­tür­lich kann ich mir auch ei­ne rot-rot­grü­ne Ko­ali­ti­on vor­stel­len, wenn sich dar­aus ei­ne sta­bi­le Re­gie­rung for­men lässt.“Das lie­ge aber „aus­schließ­lich an der Link­s­par­tei“: Ein Aus­tritt aus dem Eu­ro oder die Wei­ge­rung, an UN-man­da­tier­ten Ein­sät­zen ge­gen Völ­ker­mord teil­zu­neh­men, sei­en „mit der SPD nicht zu ma­chen“.

Von ei­ner Neu­auf­la­ge der Gro­ßen Ko­ali­ti­on hält Ga­b­ri­el nichts. An­ge­sichts des Hö­hen­flu­ges der AfD sei zwar lei­der nicht aus­zu­schlie­ßen, dass nur SPD und Uni­on ei­ne re­gie­rungs­fä­hi­ge Mehr­heit er­hiel­ten, aber: „Wir wer­den al­les tun, um das zu ver­hin­dern“, sag­te er dem Ma­ga­zin.

Nach der Bun­des­tags­wahl En­de Sep­tem­ber sieht es bis­lang ganz so aus, dass dann zwei Par­tei­en mehr als bis­lang im Par­la­ment ver­tre­ten sein wer­den: Die FDP und die AfD. Das könn­te die Re­gie­rungs­bil­dung mas­siv er­schwe­ren.

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