Die ul­ti­ma­ti­venl­ti­ve Ba­de­tipps

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - Vorderseite - Von Ri­ta Sey­fert

End­li­chEnd­lich Zeit, ein­fach durch-durch­zu­at­men­zu­at­men. Lan­ge her­bei­ge­sehnt,her­bei­ge­sehnt jetzt ist der Som­mer da. In Sach­sen herrscht Ur­laubs­stim­mung. Doch die hei­ßes­te Zeit des Jah­res birgt auch Ge­fah­ren. Die Son­ne bal­lert er­bar­mungs­los vom Him­mel her­ab, die In­sek­ten bei­ßen zu und der Kreis­lauf dreht durch. Mit un­se­rer Se­rie „Ge­sund durch den Som­mer“möch­ten wir Ih­nen hel­fen, da­mit Sie die­se Zeit un­be­scha­det über­ste­hen. Im fünf­ten Teil dreht sich heu­te al­les ums Ba­de­ver­gnü­gen. Schwim­men zählt zu den ge­sün­des­ten Sport­ar­ten, schont die Ge­len­ke und stärkt die Mus­ku­la­tur. Doch Vor­sicht, der Sprung ins küh­le Nass birgt Ri­si­ken. Ex­per­ten war­nen vor Mi­kro­or­ga­nis­men, ro­ten Au­gen und Tau­che­rohr, ra­ten zu Ba­de­lat­schen und Schwimm­bril­le. men Kli­ma rund ums Schwimm­be­cken, in Du­schen, Um­klei­den und Toi­let­ten. Wenn die Schutz­schicht der Horn­haut auf­weicht, kön­nen sich War­zen-Vi­ren und Pilz­spo­ren ein­nis­ten. Tipp: Tra­gen Sie Ba­de­schlap­pen, trock­nen Sie die Fü­ße or­dent­lich ab - auch zwi­schen den Ze­hen. Ach­tung: Im Ge­gen­satz zum Na­gel­pilz sind Schei­den­pilz-Er­re­ger nicht im Was­ser, son­dern be­reits im Kör­per. Erst wenn der PH-Wert durch gechlor­tes Was­ser aus dem bio­lo­gi­schen Gleich­ge­wicht ge­rät, kön­nen sich die­se Pilz­ar­ten ex­plo­si­ons­ar­tig ver­meh­ren und zum Pro­blem wer­den. Es gibt­gib sie, die Keim­he Keim­her­de im Schw Schwimm­bad. Fü Fürs Au­ge u tu ut un­sicht­bar, tum­meln s sich MiHand­stand im Was­ser macht Spaß. kr kro­or­gaAber Ach­tung, ein Tauch­gang zu viel nis nis­men kann mit Trä­nen und Bren­nen en­den. feu feucht­war- Denn: Chlor re­agiert mit Harn­stoff, Haut- im schüpp­chen und Haa­ren. Die so ent­ste­hen­den Chl­o­ra­mi­ne ver­ur­sa­chen nicht nur den ty­pi­schen Schwimm­bad­ge­ruch, son­dern rei­zen auch die Au­gen. Un­an­ge­nehm, aber nach kur­zer Zeit wie­der ver­schwun­den. Falls nicht, ab zum Arzt. Las­sen Sie ei­ne In­fek­ti­on aus­schlie­ßen. Chla­my­di­en-Bak­te­ri­en kön­nen ei­ne Bin­de­haut-Ent­zün­dung aus­lö­sen. Bes­ser ge­schützt ab­tau­chen, am bes­ten mit eng an­lie­gen­der Tau­cher­bril­le. in und wie­der en­det ein Ba­de­tag auch tra­gisch. In die­sem Som­mer sind in Sach­sen schon min­des­tens 20 Men­schen er­trun­ken. Man­che ge­hen nur laut­los un­ter. Nicht im­mer sieht man ei­nem Er­trin­ken­den sei­ne Not­la­ge an. Der Re­fe­rent der DRK-Was­ser­wacht Sach­sen, Joa­chim Weiß (41), un­ter­schei­det den plötz­li­chen Ba­de­tod und das klas­si­sche Er­trin­ken. Im ers­ten Fall, auch „tro­cke­nes Er­trin­ken“ge­nannt, wer­den die Be­trof­fe­nen be­wusst­los und ge­hen un­ter, oh­ne Was-

Meer­was­ser im Ohr weicht den Schmalz auf. Qu­el­len­de Pfröp­fe kön­nen den Ge­hör­gang ver­stop­fen. Der Sal­zSchmalz-Matsch er­zeugt Juck­reiz. Krat­zen schä­digt die Haut, Bak­te­ri­en drin­gen ein, die Lymph­kno­ten schwel­len. Beu­gen Sie vor, las­sen Sie sich vorm Tau­ch­ur­laub die Oh­ren spü­len.

Ba­den oh­ne Reue: Wer an Flüs­sen, Wei­hern und im Frei­bad ein paar Tipps be­ach­tet, kann je­der Ge­fahr an Sach­sens Ba­de­ge­wäs­sern trot­zen. Auch Pla­ge­geis­ter ge­hen ba­den: Vor­sicht, auch in glas­kla­ren Se­en kön­nen sich ge­fähr­li­che Bak­te­ri­en, Vi­ren oder Pil­ze tum­meln.

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