Ex­per­te er­klärt, wie man das Ri­si­ko so klein wie mög­lich hält Nass? Aber si­cher!

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - Titel -

ser ein­zu­at­men. „Leu­te mit ei­nem or­ga­ni­schen Ver­sa­gen schrei­en nicht un­be­dingt

Kei­me füh­len sich im Frei­bad pu­del­wohl. Zwar wird die Bak­te­ri­en­flut hier­zu­lan­de stän­dig im Zaum ge­hal­ten, das Was­ser gechlort, ge­fil­tert und auf­ge­frischt. Den­noch: Bei Kin­dern und äl­te­ren Men­schen mit ge­schwäch­tem Im­mun­sys­tem kön­nen auch klei­ne­re Keim­men­gen Durch­fall, Übel­keit oder Er­bre­chen aus­lö­sen. Bes­ser den Mund ge­schlos­sen las­sen, so we­nig Ba­de­was­ser wie mög­lich schlu­cken. um Hil­fe oder win­ken“, sagt er. Ein Herz­in­farkt oder Schlag­an­fall ist für den Ret­tungs­schwim­mer vom Turm aus schwie­rig zu er­ken­nen. Ge­ra­de äl­te­re Men­schen soll­ten da­her stets in Be­glei­tung schwim­men ge­hen.

An­ders beim zwei­ten Fall, dem „nas­sen Er­trin­ken“. Meist trifft es Nicht­schwim­mer, Kin­der oh­ne Schwimm­hil­fe oder Schwim­mer, die ih­re Kräf­te über­schätzt ha­ben. Sie re­agie­ren pa­nisch, stram­peln und tau­chen ir­gend­wann mit dem Kopf un­ter. „Wenn un­ter Was­ser der Atem-Re­flex ein­setzt, ge­langt Was­ser in die Lun­ge.“Kommt Be­wusst­lo­sig­keit da­zu, treibt der Kör­per nur noch re­gungs­los un­ter der Was­ser­ober­flä­che. Schnel­les Han­deln ist ge­fragt. „Ge­ra­de im Nicht­schwim­mer­be­cken soll­te je­der auf je­den ach­ten.“

Doch auch ver­sier­te Schwim­mer kann es tref­fen, bei­spiels­wei­se bei hef­ti­gem Platz­re­gen. Das Ein­at­men des Luft-Was-

Nas­se Ba­de­sa­chen bes­ser nicht am Kör­per trock­nen las­sen. Ein nas­ser Bi­ki­ni ist ein Bak­te­ri­en­herd, war­nen Uro­lo­gen. Be­son­ders Frau­en ris­kie­ren ei­ne Bla­sen­ent­zün­dung mit Bren­nen beim Was­ser­las­sen, Blut im Urin. Im schlimms­ten Fall droht ei­ne Blut­ver­gif­tung. Zie­hen Sie sich was Tro­cke­nes an - oder gleich FKK. ser-Ge­mischs kann ei­nen Stimm­rit­zen­krampf aus­lö­sen. Da­bei ver­schlie­ßen Kehl­de­ckel und Stimm­bän­der re­flex­ar­tig den Kehl­kopf­ein­gang. Die Schutz­maß­nah­me des Kör­pers ver­hin­dert zwar das Ein­drin­gen von Was­ser in die Lun­ge, aber eben auch das At­men. Ge­fähr­lich, denn die ein­set­zen­de Pa­nik kann zur Be­wusst­lo­sig­keit und zum Er­trin­ken füh­ren. Joa­chim Weiß rät: „Ru­he be­wah­ren. Ma­chen sie dar­auf auf­merk­sam, dass Sie Hil­fe be­nö­ti­gen.“Meist löst sich ein Stimm­rit­zen­krampf mit dem Hus­ten­re­flex, aus­ge­löst durch die ein­set­zen­de Spon­tan-At­mung. In zehn Pro­zent der Fäl­le, meist bei Tau­chern, kommt es aber zur an­hal­ten­den Atem-Blo­cka­de. Grund­sätz­lich rät die Was­ser­wacht des Deut­schen Ro­ten Kreu­zes nur zum Schwim­men in be­wach­ten Ge­wäs­sern. Al­lein die Was­ser­wacht hat in Sach­sen 54 ak­ti­ve Orts­grup­pen. Die El­be ge­hört al­ler­dings nicht da­zu, ob­schon die Was­ser­wacht dort auch pa­troul­liert. Im gro­ßen Sach­sen-Strom die damp­fen­den Fü­ße ab­küh­len ist zwar er­laubt. „Das Schwim­men in der Fahr­rin­ne ist aber ta­bu.“Nicht nur we­gen der Be­rufs­schiff­fahrt, son­dern auch we­gen der Strö­mung. Wich­tig: „Falls man ab­treibt, nie ge­gen den Sog an­kämp­fen und kost­ba­re Kraft ver­geu­den“, rät Was­ser­ret­ter Weiß. Statt­des­sen an den Rand der Haupt­strö­mung trei­ben las­sen, seit­lich her­aus schwim­men - und ab ans Ufer.

Joa­chim Weiß (41), Re­fe­rent der DRK-Was­ser­wacht Sach­sen So ist beim Ba­den im See al­les okay: Ge­hen Sie mit Kin­dern an be­wach­ten Ge­wäs­sern ba­den und le­gen sie den Klei­nen Schwimm­flü­gel an.

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