Die San­ta­nas eh­ren die Is­leys

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - Pop -

Ge­ra­de erst ist Se­ñor San­ta­na 70 ge­wor­den - da er­füllt er sich ei­nen Traum: Zu­sam­men mit den le­gen­dä­ren Is­ley Bro­thers und sei­ner Ehe­frau Cin­dy bringt er ein Soull­bum her­aus. Von sei­ner be­rühm­ten E-Gi­tar­re ist ge­nug zu hö­ren, vom ty­pi­schen La­tin-Rock we­ni­ger.

Seit den se­li­gen Wood­stock-Zei­ten ver­kör­pert wohl kaum ein Künst­ler den My­thos von „Peace and Love“, von Frie­den und Lie­be durch die ma­gi­sche Kraft der Rock­mu­sik so sehr wie Car­los San­ta­na. Da passt es, dass der phä­no­me­na­le Gi­tar­rist ei­ne Plat­te ver­öf­fent­licht, die „Po­wer Of Peace“(So­ny Mu­sic) heißt und von ei­nem Frie­dens­tau­ben-Co­ver ge­ziert wird. Ein ty­pi­sches San­ta­na-Al­bum, ein bie­de­res Ma­len nach Zah­len gar, ist die­se Plat­te aber kei­nes­wegs.

Denn San­ta­na ord­net sei­ne be­rühm­ten flie­ßen­den So­li auf der Elek­tri­schen zwei Mu­si­kern un­ter, die zu den größ­ten der US-Soul­mu­sik ge­hö­ren: Ro­nald und Er­nie Is­ley, Mit­glie­der der in den 50er Jah­ren ge­grün­de­ten, be­reits 1992 in die „Rock and Roll Hall of Fa­me“auf­ge­nom­me­nen Is­ley Bro­thers. Das Er­geb­nis ist ein be­rüh­ren­des Werk, das Soul, Funk, Blues und Jazz über den von San­ta­na qua­si er­fun­de­nen La­tin-Rock stellt. Vor al­lem ist „Po­wer Of Peace“ei­ne Hom­mage an ei­ni­ge der schöns­ten Songs der schwar­zen Mu­sik. Wer­ner Her­pell

Pas­sen gut zu­sam­men: Car­los und Cin­dy San­ta­na (M.) mu­si­zie­ren mit den Is­ley-Bro­thers.

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