Ell­bo­gen stoppts Djo­ko­vic Come­bac ck wie Fe­de­rer?

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - Sport -

BEL­GRAD - Die Son­ne schien, aber der Schein trog! No­vak Djo­ko­vic strahl­te in die Han­dy­ka­me­ra, Ten­nis­courts wa­ren im Hin­ter­grund zu se­hen. Doch statt vom Trai­ning zu be­rich­ten und Ent­war­nung zu ge­ben, über­brach­te Djo­ko­vic sei­nen Fans via Face­book ei­ne un­schö­ne Bot­schaft.

Der Ser­be be­en­det sei­ne Sai­son we­gen ei­ner Ver­let­zung am Ell­bo­gen des Schlag­arms vor­zei­tig und nimmt 2017 an kei­nem Tur­nier mehr teil. „Es war ei­ne schwie­ri­ge Ent­schei­dung, aber ich muss­te sie tref­fen. Die­se Bles­sur plagt mich schon seit an­dert­halb Jah­ren“, sag­te Djo­ko­vic und kün­dig­te an: „Ich wer­de ein paar Mo­na­te kei­nen Schlä­ger in die Hand neh­men.“

Zu­letzt hat­te Djo­ko­vic Ärz­te und Spe­zia­lis­ten auf der gan­zen Welt kon­sul­tiert. „Al­le ha­ben mir ge­sagt, dass die­se Ver­let­zung nur durch Ru­he und ei­ne lan­ge Pau­se hei­len kann“, er­klär­te er auf ei­ner Pres­se­kon­fe­renz, die der Vi­deo-Bot­schaft folg­te.

Für den 30-Jäh hri­gen en­de­te ei­ne Sai­son, die für i hn zum Ver­ges­sen war. Nur zwei Tu ur­nie­re hat der kri­seln­de „No­le“20 017 ge­won­nen. Bei den Ma­jors kam derd auf Platz vier der Welt­rang­lis­te abg ge­rutsch­te Djo­ko­vic nicht über das Vier­tel­fi­na­leV hin­aus. Bei den Aus­tral li­an Open, sei­nem Lieb­lings-Event, war be­reits in der zwei­ten Run­de End­sta­ti­on.E In Wim­ble­don vor gut zweiz Wo­chen hat­te er sein Vier­tel­fin na­le ge­gen To­mas Ber­dych (Tschec chi­en) we­gen der Pro­ble­me am re ech­ten Arm ab­bre­chen müs­sen. Un nd nun ver­passt der zwei­ma­li­ge New w-York-Sie­ger auch die an­ste­hen­den US Open und wird erst­mals seit 2009 9 kei­nen Ma­jor-Ti­tel in ei­ner Sai­son ho olen.

„Ich hat­te bis­la ang Glück, dass ich von sch hwe­ren Bles­su­ren versch hont ge­blie­ben bin. DasD hier ist deshal b ei­ne völ­lig neu ue Si­tua­ti­on für mich h“, mein­te Djo­ko­vic und be­ton­te, noch „vie­le Jah­re“spie­len z u wol­len. Die jetzt fol­gend e freie Zeit wol­le er für Ath­let ik­trai­ning so­wie das Zu­sam­mens sein mit sei­ner Fa­mi­lie nut­zen. Ehe­frau Je­le­na er­war­tet in den nächs­ten Wo­chen das zwei­te Kind, Sohn Ste­fan wird im Ok­tob ber drei Jah­re alt.

Nach dem Gew winn der French Open 2016 war r der „Djo­ker“in ei­ne tie­fe Kris se ge­schlit­tert. Er hat­te die Zu sam­men­ar­beit mit Coach Bo­ris Bec cker En­de 2016 be­en­det und sich we­nig spä­ter von sei­nem ge­sam­te en Trai­ner­team ge­trennt. Djo­ko­vic setz­tes ver­stärkt auf Men­tal-Gu­ru Pep pe Imaz.

Seit En­de Mai wird er vom frü­he­ren Welt­klas­sep pro­fi An­dré Agas­si (USA) be­treut. „WirW wer­den die Zu­sam­men­ar­beit fort­set­zen.ort­s­et­zen. Ich freue mich, mit An­dré in die neue Sai­son 2018 zu ge­hen“, sag­te der Ser­be.

Nächs­tes gro­ßes Ziel sind für Djo­ko­vic die Aus­tra­li­an Open im kom­men­den Ja­nu­ar. Das Hart­platz­tur­nier Down Un­der hat er be­reits sechs­mal ge­won­nen - zu­letzt 2016. Da­nach ging es los mit den Schmer­zen im Ell­bo­gen.

Viel­leicht sieht der eins­ti­ge Bran­chen-Pri­mus ja Ro­ger Fe­de­rer als Vor­bild. Der Schwei­zer hat­te auf den Tag ge­nau vor ei­nem Jahr we­gen ei­ner Knie­ver­let­zung sei­ne Sai­son 2016 be­en­det - und kehr­te wie neu­ge­bo­ren zu­rück, ge­wann 2017 so­wohl die Aus­tra­li­an Open als auch in Wim­ble­don ...

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