Ba­ryl­la jun. macht’s dem V Va­ter nach

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - VORDERSEITE -

ZWI­CKAU - Für Va­ter An­dré hat­te Ant­ho­ny Ba­ryl­la we­der Au­ge noch Ohr. Der frü­he­re Zwi­ckau­er Zweit­li­ga­pro­fi stand vor dem FSV-Heim­spiel ge­gen Würz­burg auf­ge­regt auf der Tri­bü­ne. Der 49-Jäh­ri­ge fuch­tel­te mit den Ar­men, er pfiff - ver­ge­bens.

„Ich war so auf den An­pfiff fo­kus­siert und ha­be das echt nicht mit­be­kom­men“, schmun­zel­te Ant­ho­ny Ba­ryl­la, der vor ei­ner Wo­che zum ers­ten Mal für den FSV in der An­fangs­elf stand. Das mach­te den Pa­pa mäch­tig stolz.

„Wenn wir zu Hau­se am Tisch sit­zen, geht es na­tür­lich um Fuß­ball. Dann be­kom­me ich auch ge­sagt, was aus Sicht mei­nes Va­ters or­dent­lich lief und was ich bes­ser ma­chen kann“, ver­rät der 20-Jäh­ri­ge, seit Som­mer beim Dritt­li­gis­ten un­ter Ver­trag. „Das war

aber al­lein mei­ne Ent­schei­dung“, stellt der Rechts­ver­tei­di­ger klar.

Sie­ben Jah­re lang durch­lief er die Ta­len­te­schmie­de von RB Leip­zig. Im Früh­jahr zog der Bun­des­li­gist sei­ne „U 23“aus dem Punkt­spiel­be­trieb zu­rück - für Ba­ryl­la eher Chan­ce als Schock.

Schnell stand für ihn fest, dass die Rei­se nach Zwi­ckau geht und da­mit zu je­nem Ver­ein, für den der Va­ter sechs Jah­re lang die Töp­pen schnür­te. Zwi­schen 1991 und 1999 spiel­te An­dré Ba­ryl­la fast un­un­ter­bro­chen für den FSV, fei­er­te un­ter Trai­ner Gerd Schäd­lich den Zweit­li­ga-Auf­stieg.

An die 2. Li­ga­ga denk­te der Soh­ne­mann (noch) nicht. Ant­ho­ny willll sich erst ein­ma­l­al das Sta­tus ei­ness Sta Stamm­spie­lers era er­ar­bei­ten. De­rer Sta Start­elf-Ein­satz bei beim 0:1 ge­ge­nen Wü Würz­burg zeigt,eigt, das dass der Youngs­tert auff ei­ne ei­nem gu­ten Weg ist. Trai­ner Tors­ten Zie­gner lob­te: „Er hat sich wie er­war­tet in sein sei­ne Auf­ga­be rein­ge­knallt. Dass er bei sei­nem De­büt gleich Traum­päs­se spielt oder al­le Zwei­kämp­fe ge­winnt, hat­te ich nicht er­war­tet.“Ba­ryl­la jun. hhat den Fuß in de­der Tür, jetzt will er die weit auf­sto­ßen und hin­durch ge­he­hen: „Man muss sic­sich Wo­che für WocWo­che rein­hän­gen un­dd iin dder tä­täg­li­chen Ar­beit neu be­wei­sen.“Am Frei­tag in Müns­ter gibt‘ die nächs­te Ge­le­gen­heit da­zu. Olaf Mor­gens­tern

Va­ter und Sohn, An­dré (l.) und Ant­ho­ny Ba­ryl­la. Nach sie­ben Jah­ren in der Ta­len­te­schmie­de von Ra­senBall­sport Leip­zig will Ba­ryl­la jun. nun beim FSV Zwi­ckau in die Fuß­stap­fen sei­nes Va­ters tre­ten.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.