Mer­kel knöpft sich Er­do­gan vor

Här­te­re Gan­gart nach neu­en Fest­nah­men

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - POLITIK -

BERLIN/ISTAN­BUL - Der­zeit sind 55 deut­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge in tür­ki­scher Haft oder in Po­li­zei­ge­wahr­sam. Ein­schließ­lich der bei­den jüngs­ten Fäl­le, von de­nen noch nicht viel be­kannt ist. Wie lan­ge kann sich Deutsch­land das noch ge­fal­len las­sen? Der Ruf nach h Sank­tio­nen wird lau­ter.

Nach der Fest­nah­me von zwei wei­te­ren Deut­schen in der Tür­kei wird über r die Par­tei­gren­zen hin­weg die For­de­rung nach ei­nem schär­fe­ren Kurs ge­gen­über­gen­über An­ka­ra laut­laut. Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (63, CDU) sag­te, sol­che Fest­nah­men hät­ten „in den al­ler­meis­ten Fäl­len kei­ner­lei Grund­la­ge“. „Und des­halb müs­sen wir hier auch ent­schie­den re­agie­ren.“

An­ge­sichts der jüngs­ten Er­eig­nis­se müs­se die Bun­des­re­gie­rung ih­re Tür­kei-Po­li­tik „viel­leicht wei­ter über­den­ken“, er­klär­te die Kanz­le­rin im Hin­blick auf das Vor­ge­hen der tür­ki­schen Re­gie­rung und von Staats-

. Die bei­den Rei­sen­den mit aus­schließ­lich deut­scher Staats­bür­ger­schaft,schaft aber wahr­schein­lich tür­ki­schen Wur­zeln, wur­den am Flug­ha­fen des Ur­laubs­orts An­ta­lya von der Po­li­zei auf­ge­grif­fen. Das Aus­wär­ti­ge Amt geht da­von aus, dass sie aus po­li­ti­schen Grün­den fest­ge­nom­men wur­den. Dem Ge­ne­ral­kon­su­lat wur­de der te­le­fo­ni­sche Kon­takt zu den bei­den Fest­ge­nom­me­nen zu­nächst ver­wehrt.

„Jetzt reicht’s. Es ist ei­ne Se­rie von Ver­stö­ßen ge­gen eu­ro­päi­sche Grund­ge­dan­ken, ge­gen die Rechts­staat­lich-

, U-Chef Hors­te EU-Bei­tritts­ver­hand­lun­gen ver­hand­lun­gen mit der Tür­kei müss­ten ge­stoppt wer­den, die Fi­nanz­hil­fen für die Vor­be­rei­tung auf die­sen Bei­tritt dürf­ten nicht aus­ge­zahlt wer­den. Das sei­en 4,2 Mil­li­ar­den Eu­ro in den kom­men­den Jah­ren. FDP-Chef Christian Lind­ner (38) be­ton­te mit Blick auf Prä­si­dent Er­do­gan. „Je­des Ent­ge­gen­kom­men für die­sen Mann ist ein Tritt in die Knie­keh­len der de­mo­kra­ti­schen Op­po­si­ti­on.“Er­do­gan ver­ste­he nur die Spra­che der Här­te.

Denkt über ei­ne Än­de­rung der Tür­kei-Po­li­tik nach: Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel (63, CDU).

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.