Schulz will SPD-Mit­glie­der be­fra­gen

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - POLITIK -

BER­LIN - SPD-Kanz­ler­kan­di­dat Mar­tin Schulz (61) will im Fal­le von Ko­ali­ti­ons­ver­hand­lun­gen nach der Bun­des­tags­wahl die Par­tei­mit­glie­der über de­ren Er­geb­nis ab­stim­men las­sen - so, wie be­reits im Jahr 2013. „Die Mit­glie­der­be­fra­gung war ei­ne Stern­stun­de der in­ner­par­tei­li­chen De­mo­kra­tie“, sagt Schulz dem „Spie­gel“: „Da­hin­ter kön­nen und wol­len wir nicht zu­rück.“Der SPD-Chef hat­te bis­lang of­fen­ge­hal­ten, ob er im Fal­le neu­er Ko­ali­ti­ons­ge­sprä­che den Pro­zess von 2013 wie­der­ho­len wol­le. Mit der An­kün­di­gung des Mit­glie­der­vo­tums über ei­ne mög­li­che Re­gie­rungs­be­tei­li­gung will Schulz auch die Kri­ti­ker ei­ner mög­li­chen Neu­auf­la­ge von Schwarz-Rot be­sänf­ti­gen. Um­fra­gen zu­fol­ge ist für die So­zi­al­de­mo­kra­ten al­len­falls die Rol­le des Ju­ni­or­part­ners in ei­nem Bünd­nis mit der Uni­on mög­lich. Soll­te es zu ei­nem Mit­glie­der­vo­tum über die Gro­ße Ko­ali­ti­on kom­men, steht die Par­tei­spit­ze vor ei­nem har­ten Kampf - denn in der SPD for­miert sich mas­si­ver Wi­der­stand ge­gen ei­ne Wie­der­ho­lung des schwarz-ro­ten Bünd­nis­ses.

SPD-Kanz­ler­kan­di­dat Schulz (61) po­siert für ein Fo­to bei ei­nem Wahl­kampf­auf­tritt in Schwe­rin.

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