Die Ak­teu­re im Ko­rea-Kon­flikt

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - POLITIK -

SÜD­KO­REA: Das de­mo­kra­ti­sche Süd­ko­rea schwankt zwi­schen Aus­söh­nung mit dem Nor­den und ei­ner har­ten Li­nie. Das Bünd­nis mit der Atom-Su­per­macht USA, die 28 500 Sol­da­ten in Süd­ko­rea sta­tio­niert ha­ben, soll Nord­ko­rea ab­schre­cken. Gleich­zei­tig ver­sucht der neue Prä­si­dent Moon Jae In (64), über Dia­log mit dem Nor­den die Span­nun­gen ab­zu­bau­en.

USA: Nord­ko­rea stellt die USA als Ur­sa­che al­len Übels dar und droht der Welt­macht of­fen mit Atom­an­grif­fen. US-Prä­si­dent Do­nald Trump (71) hat die Pha­se der „stra­te­gi­schen Ge­duld“für be­en­det er­klärt und droh­te als ers­ter US-Prä­si­dent eben­falls of­fen Mi­li­tär­schlä­ge an.

CHI­NA: Das Reich der Mit­te ver­sucht, Nord­ko­rea und die USA zu Ver­hand­lun­gen zu be­we­gen. Rund 90 Pro­zent des nord­ko­rea­ni­schen Han­dels flie­ßen über Chi­na, das die Sank­tio­nen mit­trägt, aber den Schmug­gel nicht völ­lig im Griff hat. Soll­te ein Zu­sam­men­bruch Nord­ko­reas zur Wie­der­ver­ei­ni­gung mit Süd­ko­rea füh­ren, könn­ten US-Trup­pen an Chi­nas Gren­ze ste­hen. Dar­um be­vor­zugt Chi­na den Sta­tus quo.

JA­PAN: Wie Süd­ko­rea ist Ja­pan mit den USA mi­li­tä­risch ver­bün­det und sieht Nord­ko­rea als gro­ße Be­dro­hung. Mehr­mals flo­gen nord­ko­rea­ni­sche Ra­ke­ten bei Tests bis in ja­pa­ni­sche Ge­wäs­ser oder über Ja­pan hin­weg.

RUSS­LAND: Knapp 20 Ki­lo­me­ter ge­mein­sa­me Gren­ze ma­chen Russ­land und Nord­ko­rea zu Nach­barn, ei­ne Bahn­li­nie ver­bin­det bei­de Län­der. Mos­kau ver­ur­teilt die nu­klea­re Auf­rüs­tung Pjöng­jangs und trägt Sank­tio­nen der UN mit. Doch die UN-Ve­to­macht lehnt jed­we­de ge­walt­sa­me Lö­sung des Kon­flikts ab.

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