Boy­kott bringt nix

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - FUSSBALL - Von Tho­mas Nah­ren­dorf

Ge­klatscht

hat es in Aue. Die Mann­schaft ist un­sanft nach dem Hö­hen­flug auf den Bo­den auf­ge­schla­gen. Bei­fall konn­te es da­für kei­nen ge­ben. Aber es ha­ben auch ei­ni­ge nicht ge­klatscht, um ihr Team an­zu­feu­ern. Stim­mungs­boy­kott

nann­te es die Fan­grup­pe „Erz­bri­ga­de“. Dass sich ei­ni­ge FCE-An­hän­ger hef­tig mit der Ver­eins­füh­rung zof­fen, ist nicht neu. Er­in­nert sei nur an die letz­te Mit­glie­der­ver­samm­lung. Jetzt zu dem Mit­tel zu grei­fen, mag für sie die letzt­mög­li­che Kon­se­quenz sein. Aber was bringt das der Mann­schaft? Ant­wort: nix, gar nix. Der Boy­kott trifft die Fal­schen. Ich be­stra­fe ja mei­ne Toch­ter auch nicht für ei­nen Bock, den mein Sohn ge­schos­sen hat. Sein

Team da­heim nicht zu un­ter­stüt­zen, das hal­te ich für nicht rich­tig. Das hilft nur dem Geg­ner. Viel­leicht wa­ren der feh­len­de Sup­port die feh­len­den 10 Pro­zent auf dem Ra­sen?! Wenn 90 Kiel-Fans lau­ter sind als 7 910 Au­er, dann ist das nur eins: pein­lich. Für

Aue ist zu hof­fen, dass sich Ver­eins­füh­rung und die be­trof­fe­nen Fan­grup­pen fin­den und al­les wie Män­ner klä­ren. So ein Zoff kann auch der To­des­stoß für ei­nen Ver­ein sein. Und das will kei­ner.

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