So wuppt Sach­sen heu­te die Wahl

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - Sachsen - Von Ri­ta Sey­fert

Es ist so­weit: Der 19. Deut­sche Bun­des­tag wird heu­te ge­wählt. Wer noch nicht die Brief­wahl ge­nutzt hat, ist auf­ge­ru­fen, in ei­nem der 3 532 Ur­nen­wahl­be­zir­ke sein Kreuz­chen zu set­zen. Of ffen ste­hen die Wahl­lo­ka­le seit um acht bis heu­te Abend, 18 Uhr.

Für die Dresd­ner Wahl­hel­fe­rin Ro­my Hel­big (28) klin­gelt der We­cker schon um sechs. Nach dem Früh­stücks­tee ra­delt sie zum Wahl­lo­kal in der 43. Grund­schu­le, Rie­gel­platz 2. Heu­te hilft die jun­ge Frau als stell­ver­tre­ten­de Wahl­vor­ste­he­rin, legt Stif­te in die Wahl­ka­bi­ne und passt auf, dass nie­mand schum­melt, et­wa zwei Wahl­schei­ne in die Ur­ne wirft. Seit zehn Jah­ren da­bei, ist sie ein al­ter Ha­se, kennt den Wahl­ab­lauf aus dem Eff­eff. „Am En­de wer­den die Zet­tel auf Häuf­chen sor­tiert und dann aus­ge­zählt.“Wich­tig: Die Zahl der pro­to­kol­lier­ten Wäh­ler und ab­ge­ge­be­nen Stimm­zet­tel muss über­ein­stim­men, sonst be­ginnt der Spaß von vorn. Die­sen Fall ha­be sie aber erst ein­mal er­lebt.

Ro­my Hel­big ist ei­ne von 3 300 Wahl­hel­fern in Dres­den. 3 500 sind es in Leip­zig, 1 900 in Chem­nitz. Die Bei­sit­zer, Schrift­füh­rer und Wahl- vor­ste­her er­hal­ten je nach Funk­ti­on zwi­schen 25 und 50 Eu­ro Er­fri­schungs­geld.

Ins­ge­samt 3 354 545 Ein­woh­ner sind in Sach­sen wahl­be­rech­tigt, durch­schnitt­lich 950 pro Wahl­be­zirk. Der kleins­te Wahl­be­zirk ist mit 67 Wahl­be­rech­tig­ten Lam­perts­wal­de bei Mei­ßen, der größ­te mit 2 400 Wahl­be­rech­tig­ten in der Stadt Zit­tau.

Im Ver­hält­nnis von Einw­woh­nern und WWahl­be­rech­tigg­ten hat Leip­zig deutsch­land­weit die Na­se vorn. Hier sind rund 80 Pro­zent al­ler Ein­woh­ner wahl­be­rech­tigt. Auch in Chem­nitz und Dres­den ist die Quo­te ähn­lich hoch. Mit 79 Pro­zent be­le­gen die bei­den Städ­te den zwei­ten und drit­ten Platz.

Zum Ver­gleich: Der Durch­schnitt al­ler 30 un­ter­such­ten Städ­te liegt deutsch­land­weit bei 71 Pro­zent. Die Bun­des­haupt­stadt Ber­lin liegt im Mit­tel­feld: 71 Pro­zent der Ein­woh­ner sind hier wahl­be­rech­tigt. In Ham­burg sind es 72 Pro­zent.

Heu­te ar­bei­tet Ro­my Hel­big als stell­ver­tre­ten­de Wahl­vor­ste­he­rin im Wahl­lo­kal der 42. Grund­schu­le am Rie­gel­platz. Je­der darf nur ein­mal! Mit ih­rem Pass oder Per­so­nal­aus­weis müs­sen die Wäh­ler des­halb ih­re Iden­ti­tät nach­wei­sen.

Be­vor die Bei­sit­zer den Stimm­zet­tel ver­ge­ben, kon­trol­lie­ren die Schrift­füh­rer die Wahl­be­rech­ti­gung im Wäh­ler­ver­zeich­nis.

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