„Wir ha­ben den Sieg weg­ge­schmis­sen“

VfL nervt die lan­ge Zeit füh­ren­den Bay­ern mit ei­ner groß­ar­ti­gen Auf­hol­jagd

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - Fussball -

MÜN­CHEN - Ei­nen hef­ti­gen Ka­ter hat­ten die Bay­ern schon vorm Ok­to­ber­fest­be­such. Das schö­ne Vor­ha­ben, ges­tern zur Mit­tags­zeit im Wiesn-Fest­zelt ge­nüss­lich mit ei­ner Maß Bier auf ei­ne op­ti­ma­le eng­li­sche Wo­che in der Bun­des­li­ga an­sto­ßen zu kön­nen, war mit dem er­nüch­tern­den 2:2 ge­gen fei­ern­de Wolfs­bur­ger am Vor­abend völ­lig un­nö­tig ge­platzt.

Der Se­ri­en­meis­ter der ver­gan­ge­nen fünf Spiel­zei­ten bleibt in der noch jun­gen Sai­son ein Rät­sel. Die Leis­tun­gen schwan­ken hin und her, to­tal un­ty­pisch für den Lu­xus- ka­der und un­an­ge­mes­sen für ein Top­team. „Wir ha­ben den Sieg weg­ge­schmis­sen“, schimpf­te Ka­pi­tän Tho­mas Mül­ler. „Vor drei Ta­gen hieß es auf Schal­ke, es rollt“, sin­nier­te Mül­ler nach­denk­lich. Der Of­fen­siv­spie­ler sprach von ei­nem „klei­nen Rück­schritt“.

Oh­ne zu glän­zen führ­te das von Trai­ner Car­lo An­ce­lot­ti durch­ro­tier­te Bay­ern-En­sem­ble zur Pau- se 2:0. Robert Le­wan­dow­ski ver­wan­del­te sei­nen drit­ten Elf­me­ter der Sai­son, Ar­jen Rob­ben er­höh­te mit ei­nem ab­ge­fälsch­ten Schuss. Dann wur­de Wolfs­burg, an­ge­trie­ben vom neu­en Trai­ner Mar­tin Schmidt, plötz­lich mu­tig - Ma­xi­mi­li­an Ar­nold und Da­ni­el Di­da­vi gli­chen noch aus.

Die Bay­ern um Robert Le­wan­dow­ski (vorn) stürz­ten in der zwei­ten Hälf­te ab, die Wolfs­bur­ger um Mar­cel Tis­serand (l.) hol­ten auf und ei­nen spä­ten Punkt.

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