Um­strit­te­ne Sta­tue zeigt Na­zi-Waf­fe

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - Politik -

MOS­KAU - Rie­sen-Wir­bel um ein oh­ne­hin um­strit­te­nes Denk­mal: Aus­ge­rech­net ein Sturm­ge­wehr der deut­schen Wehr­macht ver­setzt die Mos­kau­er Pa­trio­ten-Sze­ne in Auf­ruhr. Nur drei Ta­ge nach der Ent­hül­lung der acht Me­ter gro­ßen Bron­ze­sta­tue für den rus­si­schen Waf­fen­bau­er Mich­ail Ka­lasch­ni­kow (†94) ha­ben Ex­per­ten ei­nen fei­nen, aber gra­vie­ren­den Schön­heits­feh­ler ent­deckt.

In ei­nem So­ckel­re­lief hat sich zwi­schen die mar­tia­li­sche Darstel­lung von Waf­fen der Mar­ke Ka­lasch­ni­kow die sche­ma­ti­sche Zeich­nung ei­nes Sturm­ge­wehrs vom Typ StG 44 ge­schli­chen, wie es Na­zi-Trup­pen im Zwei­ten Welt­krieg hat­ten.

Bild­hau­er Sa­la­wat Scht­scherba­kow (62), ein an­ge­se­he­ner rus­si­scher Künst­ler, will sei­nen Feh­ler kor­ri­gie­ren: „Wir än­dern das ein­fach hier. Wir ent­fer­nen ei­ne Schicht von et­wa vier Mil­li­me­tern und gra­vie­ren dann ei­ne kor­rek­te Zeich­nung ein.“

Das rund 500 000 Eu­ro teu­re Denk­mal hat die Mi­li­tär­his­to­ri­sche Ge­sell­schaft in Mos­kau mit Spen­den fi­nan­ziert.

Das deut­sche Mo­dell un­ter­schei­det sich auf dem Re­lief nur in we­ni­gen Stri­chen vom AK-47.

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