Bun­des­wehr will Trup­pe auf­sto­cken

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - Politik -

BERLIN - Die Füh­rung der Bun­des­wehr drängt of­fen­bar auf mehr Sol­da­ten in Af­gha­nis­tan. We­gen der „ge­fähr­li­chen La­ge am Hin­du­kusch“will die Bun­des­wehr­füh­rung dem­nach die deut­schen Ein­hei­ten für die NA­TO-Trai­nings­mis­si­on „Re­so­lu­te Sup­port“um fast 50 Pro­zent auf­sto­cken - von bis­her ma­xi­mal 980 auf 1400 Sol­da­ten. Das be­rich­tet der „Spie­gel“. Nach dem Ta­li­ban-An­schlag auf ein Trai­nings­zen­trum in Ma­sar-i-Scha­rif En­de April, bei dem rund 140 af­gha­ni­sche Re­kru­ten ge­tö­tet wur­den, muss­te der Schutz der Aus­bil­der durch schwer be­waff­ne­te „Force Pro­tec­tion“-Ein­hei­ten er­höht wer­den. Aus die­sem Grund wird nach An­sicht der Mi­li­tärs deut­lich mehr Per­so­nal be­nö­tigt. Bei dem An­schlag wa­ren nur des­halb kei­ne Bun­des­wehr­sol­da­ten zu Scha­den ge­kom­men, weil sie an dem Tag nicht im Camp wa­ren. Au­ßer­dem rech­net die Bun­des­wehr mit der For­de­rung sei­tens der Ame­ri­ka­ner an die NA­TO, mehr af­gha­ni­sche Sol­da­ten aus­zu­bil­den.

Deut­sche Sol­da­ten auf dem Flug­ha­fen von Ma­sar-i-Scha­rif.

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