Viert­li­ga-Re­form VfB-Kra­mer for­dert: „Leucht­tür­me be­hal­ten“

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - Fussball -

FRANK­FURT/M. - Der DFB wird kurz­fris­tig ei­ne Ar­beits­ge­mein­schaft bil­den, die den um­strit­te­nen Auf­stiegs­mo­dus der fünf Re­gio­nal­li­gen re­for­mie­ren soll. Die­ser AG sol­len je ein Ver­tre­ter der fünf Re­gio­nal­li­gen, fünf Ver­tre­ter aus der 3. Li­ga so­wie meh­re­re Ver­tre­ter der Deut­schen Fuß­ball Li­ga an­ge­hö­ren.

Seit Jah­ren kri­ti­sie­ren Ver­ei­ne, dass kein Meis­ter ei­ner Re­gio­nal­li­ga-Staf­fel di­rekt in die 3. Li­ga auf­stei­gen kann, son­dern die drei Auf­stei­ger statt­des­sen in Auf­stiegs­spie­len er­mit­telt wer­den. Bei den Ta­gun­gen der fünf Re­gio­nal­li­ga-Staf­feln so­wie der 20 Dritt­li­ga-Ver­ei­ne wur­den in den ver­gan­ge­nen Wo­chen meh­re­re Re­form­vor­schlä­ge prä­sen­tiert. Ein Vor­schlag ist, die 3. Li­ga auf 22 Klubs auf­zu­sto­cken, da­von fünf Ver­ei­ne ab­stei­gen zu las­sen und so­mit je­dem Re­gio­nal­li­ga-Meis­ter die Mög­lich­keit des Di­rekt-Auf­stiegs zu ge­ben.

Die­sen Vor­schlag un­ter­stüt­zen auch Au­er­bachs Ma­na­ger Volk­hardt Kra­mer und Hal­ber­stadts Trai­ner Andre­as Pe­ter­sen. Bei­de sa­gen, der Meis­ter muss auf­stei­gen, die jet­zi­ge Form der Re­gio­nal­li­gen müs­se blei­ben. Kra­mer: „Das wä­re aus mei­ner Sicht und auch aus der Sicht der klei­ne­ren Ver­ei­ne wie Baut­zen, Meu­sel­witz oder Neugersdorf si­cher das Bes­te. Den Vor­schlag, ei­ne neue Li­ga mit zwei oder drei Staf­feln zwi­schen der jet­zi­gen drit­ten und vier­ten zwi­schen­zu­schal­ten, hal­te ich für ei­ne Schnaps­idee“, sagt der 66-Jäh­ri­ge.

„Nur weil sich der DFB jetzt ge­nö­tigt sieht, wenn ei­ni­ge Fans ih­re Ban­ner mit Schimpf­wör­tern auf­hän­gen, den Ver­ei­nen et­was Gu­tes zu tun, muss es nicht gut sein. Die jet­zi­ge Struk­tur der Re­gio­nal­li­gen hat sich in den sechs Jah­ren ge­fes­tigt. Wenn das jetzt ge­än­dert wird, fällt für die 90 Re­gio­nal­li­gis­ten die öf­fent­li­che Wahr­neh­mung weg. Wir in Au­er­bach zum Bei­spiel konn­ten nur so viel in un­ser Sta­di­on in­ves­tie­ren, weil wir die­se in der vier­ten Li­ga ha­ben. Wir sind ein Leucht­turm in un­se­rer Re­gi­on, Baut­zen und Neugersdorf in ih­rer - auch was die Nach­wuchs­för­de­rung be­trifft. Die­se Leucht­tür­me müs­sen blei­ben.“

Das Ar­gu­ment der Dritt­li­gis­ten, man ha­be dann noch vier Spie­le mehr das Fern­seh­geld müs­se dann un­ter 22 Ver­ei­nen auf­ge­teilt wer­den, las­sen Kra­mer und Pe­ter­sen nicht ste­hen. „22 Teams in ei­ner Li­ga - das ist in En­g­land gang und gä­be“, so Pe­ter­sen. Kra­mer: „Zu­dem hat je­der Ver­ein zwei Heim­spie­le mehr, das bringt auch zu­sätz­lich Geld.“Tho­mas Nah­ren

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Auch Hal­ber­stadts Trai­ner Andre­as Pe­ter­sen spricht sich für 22 Dritt­li­gis­ten aus. Für Bu­dis­sa Baut­zen un nd Trai­ner Tors­ten Güts­cho ow (l., mit „Co“Ste­fan Fröh hlich) ist die Re­gio­nal­lig ga das höchs­te Gut - dass soll auch so blei­ben. Volk­hardt Kra­mer ist seit fast drei Jahr­zehn­ten der Ma­cher des VfB Au­er­bach. Oh­ne ihn gä­be es im Vogt­land kei­ne Re­gio­nal­li­ga - und die will er dem VfB er­hal­ten.

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