... und lass dei­nen Dra­chen stei­gen!

Nach je­dem noch so lan­gen Som­mer folgt ga­ran­tiert ein Herbst. Und wenn die Lüft­chen auf­fri­schen, wol­len die Kin­der gern den Dra­chen stei­gen las­sen. Kau­fen kann ja je­der – mit ei­nem sel­ber ge­mach­ten ist man al­ler­dings der Held. Hier kommt die An­lei­tung für

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - RATGEBER -

Wir brau­chen:

Holz­leis­ten (Fich­te), bun­tes Dra­chen­pa­pier oder Fo­lie, Holz­kle­ber, Pa­pier­kle­ber, Schnü­re und die Dra­chen­schnur. Und na­tür­lich di­ver­ses Werk­zeug.

Das Holz­ge­rüst

Vor­ab zu den Er­fah­rungs­wer­ten. Das Län­gen­ver­hält­nis der bei­den Holz­leis­ten, die das Dra­chen­kreuz bil­den, soll­te Hö­he zu Brei­te 6:5 bis 5:4 be­tra­gen. Für un­se­ren Mus­ter­dra­chen neh­men wir jetzt Leis­ten mit 100 und 83 Zen­ti­me­tern. Sie müs­sen nicht brei­ter als ein Zen­ti­me­ter und nicht stär­ker als 0,5 Zen­ti­me­ter sein.

Zu­schnei­den und Boh­ren

In die schma­len End­flä­chen der Leis­ten wird zu­nächst ei­ne bis zu zwei Mil­li­me­ter tie­fe Nut ge­feilt oder ge­sägt. Hier wird spä­ter die Schnur Halt fin­den. Da­nach wer­den zwei Mil­li­me­ter dün­ne Lö­cher ge­bohrt. In die län­ge­re Leis­te erst mal zwei da­von ­ je­weils 15 Zen­ti­me­ter vom En­de ent­fernt. Das sind die „Waa­ge­punk­te“. Ein drit­tes Loch wird 1,5 Zen­ti­me­ter vom un­te­ren En­de plat­ziert ­ hier fin­det dann der Schweif des Dra­chens sei­nen Halt. Die kur­ze Leis­te er­hält zwei Lö­cher ­ je­weils 1,5 Zen­ti­me­ter vom En­de ent­fernt.

Kreuz ver­bin­den

Nun wird die kur­ze Leis­te im rech­ten Win­kel mit Holz­leim auf die lan­ge ge­klebt, in ei­ner Hö­he von et­wa 30 Zen­ti­me­tern. Für Sta­bi­li­tät kann man die Ver­bin­dungs­stel­le auch zu­sätz­lich fest mit Schnur um­wi­ckeln.

Schnur span­nen

Die Dra­chen­schnur wird ein­mal um das ge­sam­te Ge­rüst ge­spannt und an­schlie­ßend fest ver­kno­tet. Die Nu­ten ge­ben Halt. Man kann sie auch be­kle­ben.

Ge­rüst be­span­nen

Das sta­bi­le Ge­rüst wird nun auf das bun­te Dra­chen­pa­pier oder Fo­lie ge­legt. Beim Be­schnei­den et­wa drei Zen­ti­me­ter Platz las­sen. Dann wird das Pa­pier um die Spann­schnur um­ge­schla­gen und fest ver­klebt.

Schnur-Drei­eck bas­teln

Zu­nächst er­hält der Dra­chen ei­ne leich­te Wöl­bung, in­dem man ei­ne Schnur straff an den Lö­chern der schma­len Leis­te spannt und ver­kno­tet. Durch die (15 Zen­ti­me­ter ent­fern­ten) Lö­cher der lan­gen Leis­te wird eben­falls ei­ne Schnur ge­zo­gen. Die ist al­ler­dings nicht ge­spannt, son­dern zwi­schen den Lö­chern an die 90 Zen­ti­me­ter lang. Dar­an wird die ei­gent­li­che Füh­rungs­schnur ge­kno­tet ­ et­wa in ei­ner Hö­he von 30 Zen­ti­me­tern vom obe­ren En­de. Um die Flug­ei­gen­schaf­ten zu ver­fei­nern, kann man die­sen Punkt bei Be­darf leicht ver­schie­ben. Ex­per­ten

nut­zen da­für ei­nen Schlüs­sel­ring.

Schwanz an­brin­gen

Der lan­ge Schweif (et­wa drei Me­ter) ist nicht nur zur De­ko­ra­ti­on ge­dacht ­ er ist für das Stei­gen und die Flug­ei­gen­schaf­ten wich­tig. Hier kön­nen die Kin­der frei nach Fan­ta­sie bun­te Pa­pie­re an ei­ner Schnur ver­kno­ten. Die­se wird an dem un­te­ren noch frei­en Loch der lan­gen Leis­te be­fes­tigt. Und nun raus!

Man muss ja nicht gleich ab­he­ben! Den meis­ten Spaß hat man aber im­mer noch mit selbst ge­bas­tel­ten Dra­chen.

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