7 Grün­de für „Ba­by­lon Ber­lin“

BER­LIN - Da traut sich ARD aber was! Der „Tat­ort“muss heu­te Abend aus­fal­len. Denn sein an­ge­stamm­ter Pro­gramm­platz wird für den Start der Me­ga-Se­rie „Ba­by­lon Ber­lin“ge­nutzt. Zur Pre­mie­re ab 20.15 Uhr lau­fen gleich drei Fol­gen. Pro­gramm­di­rek­tor Vol­ker Her­re

Morgenpost am Sonntag (Chemnitzer) - - SHOW -

Der Re­gis­seu

Tom Tykwer (53)! Was der deut­sche Re­gis­seur an­fasst, scheint zu Gold zu wer­den. Das be­wies er be­reits mit „Lo­la rennt“(1998), „Das Par­füm - Die Ge­schich­te ei­nes Mör­ders“(2006) und zu­letzt mit „Cloud At­las“(2012). Für „Ba­by­lon Ber­lin“be­kam er Un­ter­stüt­zung von Henk Hand­lo­eg­ten (50) und Achim von Bor­ries (49).

In­ter­na­tio­na­le uf­merk­sam­kei

Die „Ba­by­lon“-Re­gis­seu­re hat­ten - schaut man sich das Bud­get an - of­fen­bar von vorn­her­ein die Am­bi­ti­on, mit US-Groß­pro­jek­ten wie „Brea­king Bad“mit­hal­ten zu wol­len. Und das ha­ben sie ge­schafft: Die Se­rie ver­kauf­te sich in 90 Län­der und be­kam meh­re­re Prei­se, dar­un­ter den Deut­schen Fern­seh­preis als bes­te Dra­ma-Se­rie.

Die Be­set­zung Vol­ker Bruch (38) als Kom­mis­sar Ge­re­on Rath und Liv Li­sa Fries (27) als sei­ne Kol­le­gin Char­lot­te Rit­ter sind in ih­ren sehr kom­ple­xen Rol­len rich­tig gut. Vol­ker Bruch ist so­gar der Mei­nung, die Rol­le ha­be ihn in sei­ner Kar­rie­re am meis­ten ge­for­dert. Zu den bei­den Haupt­dar­stel­lern ge­sel­len sich vie­le be­kann­te Schau­spie­ler wie Pe­ter Kurth (61), Han­nah Herz­sprung (37) und Ben­no Für­mann (46).

Die Zeit

Was be­reits „Weis­sen­see“und „Deutsch­land 83“aus­zeich­ne­te, wird auch bei „Ba­by­lon Ber­lin“zum Er­folgs­fak­tor: die Kon­zen­tra­ti­on auf deut­sche Ge­schich­te. In die­sem Fall die un­ste­te Zeit der Wei­ma­rer Re­pu­blik und ein Ber­lin zwi­schen Ar­mut und Gla­mour: Die Re­pu­blik er­leb­te da­mals ei­nen de­mo­kra­ti­schen Früh­ling, doch gleich­zei­tig stie­gen rechts­ra­di­ka­le Strö­mun­gen auf.

Kri­ti­ken Stu­diert man die Kri­ti­ken zu „Ba­by­lon Ber­lin“, so las­sen sich ne­ben viel Lob nur we­ni­ge kri­ti­sche An­mer­kun­gen fin­den. Die Ber­li­ner Mor­gen­post fei­er­te die Se­rie als „das Bes­te, was man hier­zu­lan­de zu se­hen be­kom­men kann“, wäh­rend „Spie­gel On­line“schrieb, „Ba­by­lon Ber­lin“schnur­re „als Ver­schwö­rungs­sze­na­rio ab wie die bes­ten US-Se­ri­en“. Die „Süd­deut­sche Zei­tung“kri­ti­siert da­ge­gen, es man­ge­le an Iden­ti­fi­ka­ti­ons­fi­gu­ren.

Der Auf­wand

„Ba­by­lon Ber­lin“ist die teu­ers­te deut­sche Se­rie al­ler Zei­ten. 40Mil­lio­nen­Eu­ro­kos­te­ten die ers­ten bei­den Staf­feln. Die Pla­nun­gen für die Se­rie be­gan­nen be­reits 2013. Ge­dreht wur­de an 180 Ta­gen an ins­ge­samt 300 Dreh­or­ten mit 70 Re­qui­si­teu­ren und Aus­stat­tern. Der ho­he Zeit­auf­wand und die Kos­ten ma­chen sich be­zahlt: Die Se­rie ist sehr de­tail­ver­liebt und lässt da­durch die Sze­ne­rie der Gol­de­nen 20er-Jah­re erst rea­lis­tisch wir­ken.

Der Er­folg

Die Se­rie ist ei­ne Ko­pro­duk­ti­on über­trof­fen. Mit durch­schnitt­von ARD De­ge­to und Sky. Als die lich rund 570 000 Zu­schau­ern pro bei­den ers­ten Staf­feln 2017 zu­Epi­so­de war „Ba­by­lon Ber­lin“so­nächst bei dem Be­zahl-Sen­der gar er­folg­rei­cher als die ers­ten an­lie­fen, ha­ben die ins­ge­samt sechs Staf­feln der Fan­ta­sy-Sa­ga 16 Fol­gen sämt­li­che Er­war­tun­gen „Ga­me of Thro­nes“.

Char­lot­te Rit­ter (Liv Li­sa Fries, 27) kommt bei­zei­ten hin­ter das Ge­heim­nis ih­res neu­en Kol­le­gen Ge­re­on. Bru­no Wol­ter (Pe­ter Kurth, 61) ist eben­falls Er­mitt­ler und un­ter­stützt Ge­re­on Rath (Vol­ker Bruch, 38). Nach der Pre­mie­re am Sonn­tag läuft „Ba­by­lon Ber­lin“im­mer don­ners­tags im Dop­pel­pack um 20.15 Uhr im Ers­ten.

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